Besuch aus der Vergangenheit

Kleine Kinder sprechen mit ihren Puppen,Bären usw. Normal!
Der Handwerker spricht mit dem Bolzen, warum er nicht passt. Normal!
Ich sprach mit einem imaginären Besuch. Normal?

Es war an einem Tag der schöne,warme Jahreszeit. Ich stand neben den immer schweigenden Fischer "Almimö" auf dem Grachtenplatz.
Wollte in Richtung Bahnhof gehen, als sich neben mir etwas tat.
Aus dem Nichts tauchten langsam sich formend ein bärtiges Gesicht auf!
Auf den Kopf trug jener eine Kaputze die bis über die buschigen Augenbrauen reichte. Die Kaputze gehörte zu dem Umhang, der sich bis zu den Füssen rechte.
Diese waren kaum wahrnehmbar und schienen in umieckelten Sandalen zu stecken. Ohne Gruß legte er gleich los, so als wären wir alte Bekannte!

"Sagt Ihr mir, warum laufen die Menschen fast unbekleidet herum?"
"Sie sind unglaublich nackt. Es ist unschicklich das der Frauenkörper nicht vom Halse an bis hin zu den Füssen unbekleidet ist! Ihr Körper ist ja den lüsternen Blicken der männlichen frei gegeben"
Auch des Mannes-Körper lässt Blicke zu, die im verborgenen gehören!"

Wie erklärt man einen Menschen aus der Vergangenheit, die heutige Zeit?
In all den vergangenden hunderten Jahren hat sich nicht nur der Mensch geändert, nein auch seine Bekleidung ist eine andere geworden.
Die Menschen sind freier und offener - gestehe ein - oft zu frei und offen!
In der Vergangenheit legte man sich noch mit Beinkleidern ins Bett!

"Das sind eure Behausungen? Wo sind die Tiere?"
Nun, nicht gerade ein Ruhmesblatt der Gegenwart, aber die Tiere leben oft
eingepfercht in viel zu kleinen Ställen!
Nicht immer, man kan dagen zu oft, gesteht man ihnen die wahre Behandlung zu.
Das Geschäft und damit der Profit, steht bei vielen Züchtern im Vordergrund!

"Im schauderts, wenn Er die sterbenden Bäume sehe! Und die Blätter der noch lebenden schreien nach dem Nass!
Wollt Ihr mir sagen, warum die Natur durstet?
Wo ist der Fürst, der seine Untertanen nicht befehlt Wasser zu gießen?
Es sind schn viele Bäume gestorben, und es kommen welche hinzu!"

Mein lieber Freund aus der Vergangenheit, es gibt keinen Befehlshabenden Fürsten! Der heutige Befehlshaben ist der Bezirksamleiter.
Es ist nicht das Wasser das fehlt, es liegt an der Ausführung und das wiederum am fehlendem Geld!

"Sagt Ihr im, er möge den Boden der Umrandung der Bäume lockern lassen und dann käme die gebrauchte Nässe an die Wurzel der bald sterbenden Bäume"
"Er könne ja von seinen Untertanen mehr Steuern euntreiben lassen und dann dieses Geld dazu verwenden!"

Es wird ja etwas getan, dass Unkraut wir einmal pro Jahr gemäht. Und das mit den Steuern, nun ich denke, wir zahlen schon genung!
Aber, vielleicht, da wir ja in einem Wahljahr sind, könnte man auf den Busch klopfen und es ruft jemand: Herein!?

"Er hat die Zukunft wahrgenommen und Er muss sagen, so habe Er sie sich nicht vorgestellt!
Er muss den Kopf heben um den Himmel sehen zu können, da die Bauten den freinen blick versperrten.
Ihr solltet auf eure Erde achten, sie kann nicht mehr richtig atmen, die Natur!"#

"Nun möchte Er zurück kehren und er freue sich auf das gebratenen Wildschwein und die Bechen voller Wein. Beides werde Er so lange zu sich nehmen, bis ihm Fett und ein dem Barte herabtropfe"!

Ich wollte ihm noch so viles zeigen, doch er schien überfordert!
So ließ ich ihn verblassen und behalte eine schöne Erinnerung!
Vielleicht erscheinen mir eines Tages seine Kinde, Enkelkinder oder Urenkel?

Mir kommt plötzlich das Lied von Marlene Dietrich in den Sinn/Mund:

Sag mir, wo die Blumen sind.
Wo sind sie geblieben...
Was ist geschehn?
Hoffe, dass dies noch in weiter Ferne liegen möge!
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