Hamburger Blumen für Japan

Ein Blumenstand in der G13. (Foto: Regina Bacchi)
Verkaufen lernen und dies mit einer Spendenaktion für die Opfer der Atomkatastrophe in Japan verbinden – solch eine Aktion haben die 40 Auszubildende des ersten Ausbildungsjahres der „Gewerbeschule 13“ am 24. Juni realisiert. Verkauft wurden an die Schüler und Lehrer Blumen aus den Vier- und Marschlanden, die vom Blumengroßmarkt Hamburg für diese Aktion kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Der Erlös von EUR 570 fließt in ein Spendenprojekt, das sich unmittelbar mit der Unterstützung der durch die Katastrophe von Fukushima betroffenen Japaner beschäftigt.

Die Aktion war Teil einer Unterrichtseinheit, bei der die angehenden Floristinnen und Floristen den Umgang mit speziellen Verkaufssituationen erlernten. In diesem Fall ging es um Verkaufsgespräche, in deren Zentrum die regionale Blumenerzeugung der Vier- und Marschlande stand. Marktnahe Erzeugung, Frische, Haltbarkeit und die vom Blumengroßmarkt initiierte Marke „Frischepartner“ waren Aspekte, die in die Verkaufsargumentation einfließen sollten. Erlernt wurde dabei ebenfalls der argumentative Umgang mit immer kritischer werdenden Verbrauchern, denn die Fragen nach dem Ursprung der Waren oder die mit der Erzeugung verbundenen Umweltbelastungen werden im Berufsalltag der Blumengeschäfte immer wichtiger. Geübt wurde bei der Aktion daher auch der Einsatz von schriftlichen Informationsmaterialien und gedruckten Produktkennzeichnungen zum Thema regional erzeugter Blumen.

Regionale Erzeugung, bei Lebensmitteln für viele Verbraucher längst ein Qualitätsaspekt, ist unter dem Schlagwort „Aus der Region, für die Region“ auch bei Blumen ein Verkaufsargument. Schließlich garantiert marktnahe Erzeugung kurze Transportwege, was sich wiederum in Frische und Haltbarkeit der Blumen niederschlägt. Und Haltbarkeit ist, das zeigen viele Untersuchungen, noch vor der floristischen Gestaltung der wesentliche Aspekt beim Blumeneinkauf.
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1 Kommentar
Wiebke Schwirten aus Kirchwerder | 24.06.2011 | 22:54  
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