Kampf dem Fahrradklau

Wer sein Fahrrad an neuralgischen Punkten nicht gut genug sichert, muss mit Diebstahl rechnen. (Foto: Foto: Axa)
Die Fahrraddiebstähle befinden sich auf einem erschreckend hohen Niveau, die Aufklärungsquote ist verschwindend gering. In Hamburg wurden 2011 mehr als 13500 Fahrräder gestohlen, etliche davon in Bergedorf. „Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und arbeiten daran, die Diebstähle zu reduzieren“, sagt Axel Podlech, Kripo-Chef in Bergedorf. Die Fahrräder werden überall in Bergedorf gestohlen, schwerpunktmäßig an den Bahnhöfen „zu jeder Tages- und Nachtzeit“. Hochwertige Fahrräder werden auch gezielt aus Fahrradkellern entwendet.
Anders als die Gelegenheitsdiebe, die nach unabgeschlossenen oder kaum gesicherten Fahrrädern Ausschau halten, benutzen die „Profi“-Täter mittlerweile sehr gute (Kneif-)Werkzeuge oder kennen sich gar im sogenannten „Picking“ aus, dem Öffnen von Schlössern ohne Schlüssel. Auch wenn selbst die besten Schlösser geknackt werden können, gilt grundsätzlich: Je hochwertiger ein Schloss, umso sicherer ist es vor einem Diebstahl. Wichtig ist, das Fahrrad an einen festen Gegenstand anzuschließen, um es gegen Wegtragen zu sichern. Leider gibt es an den meisten Bahnhöfen nicht genügend Möglichkeiten, alle Fahrräder gut zu sichern. „So wird es den Dieben häufig sehr einfach gemacht“, kritisiert der ADFC. Und in Bergedorf ist es schon vorgekommen, dass Diebe die vermeintlich sicheren Anstellbügel hochzogen oder abmontierten. Wer ein teures Fahrrad besitzt, sollte sich deshalb gleich überlegen, das bewachte Fahrrad-Parkhaus am Bahnhof zu nutzen (www.radstation-bergedorf.de). Parkgebühr: 1 Euro pro Tag.
Axel Podlech appelliert an die Bürger, verdächtige Vorgänge, die sie beobachten, sofort zu melden: „Wir müssen die Chance bekommen, die Täter zu fassen.“ Ein weiterer Appell richtet sich an die Besitzer, ihr Fahrrad codieren zu lassen. „Wir stellen beinahe täglich Fahrräder sicher. Aber wir können einem Dieb die Tat nicht nachweisen, wenn wir die Fahrräder niemandem zuordnen können, weil sie nicht codiert sind.“
Damit es erst gar nicht zum Diebstahl kommt, rät Gerd Böttcher von Fahrrad Marcks: „Besser zwei Schlösser als eins.“ Die Diebe, die gezielt nach guten Fahrrädern suchen, haben aufgerüstet. Markenhersteller wie Abus versuchen, mit verbesserter Sicherheitstechnik die Hürden hochzuhalten. „Wer sein Fahrrad an unsicheren Plätzen abschließt, sollte unbedingt die Schnellspanner an den Laufrädern und am Sattel gegen feste Verbindungen austauschen“, rät Gerd Böttcher weiter. „Die Käufer von hochwertigen Fahrrädern sparen aber auch in der Regel nicht daran, gute Schlösser zu kaufen und das Fahrrad codieren zu lassen.“
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