Kein Platz an der Sonne

Herbstferien am Strand - leider nicht für alle. Denn die Zeiten haben sich geändert. Statt "Last Minute" lohnt sich frühes Buchen. (Foto: Foto: yanlev - Fotolia.com)
In den Herbstferien in die Sonne fliegen? Nach Ägypten, auf die Kanaren oder in die Türkei? In Hamburg haben die Herbstferien begonnen, doch für viele Hamburger bleibt der Spontan-Urlaub mit der Familie ein schöner Traum. Denn schon seit Wochen sind von Hamburg keine Flüge mehr zu haben.

Bezahlbare Flüge aus dem übrigen Norden? Ebenfalls Fehlanzeige. Viele Hambur- ger, die bereit wären, auf einen anderen Abflugsort auszuwei-chen, sind überrascht und frustriert. „Hamburg, Hanno-ver, Bremen, Osnabrück – der Norden ist seit Wochen dicht“, bestätigt Alan Freeman vom Reisecenter Lastminute in Bergedorf.

Schon seit September bucht der Experte für günstige Reisen den Bergedorfer Fami- lien Abflugsorte wie München oder Salzburg. „Wer von Österreich fliegt, kann auch jetzt noch ein Schnäppchen machen“, sagt der Spezialist für günstige Reisen, „denn die Österreicher haben keine Herbstferien.“

Auch Matthias Hilk vom Reisebüro Rauther in Bergedorf winkt ab. „In Mallorca sind noch genügend Betten frei, aber ich kann meinen Kunden keine bezahlbaren Flüge mehr anbieten“, sagt Hilk. „Ohne Scherz – es ist alles weg.“ Allerdings mit einer Einschränkung: „Wer bereit ist, ein Ticket zu bezahlen, das weit über dem Normalpreis liegt, kommt auch jetzt noch in den Süden.“

Es sind Ferien – aber es gibt keine Reisen in die Sonne mehr. Ein Engpass der im- mer dann entsteht, wenn die Bundesländer im Norden gleichzeitig Schulferien haben. Und ein verregneter Sommer hinter ihnen liegt. Durch die Kontingentierung der Reiseveranstalter werden Flüge zudem künstlich knapp gehalten. „Die Reiseveranstalter sind dazu übergegangen, nur noch überschaubare Mengen vorab einzukaufen und die restlichen Flugtickets über den tagesaktuellen Preis abzu- wickeln“ sagt Freeman.

Doch was den Veranstaltern flexible Preise beschert, bringt den Kunden vor allem Verdruss. Denn die Tagespreise sind meist doppelt so hoch wie der Katalogpreis und damit für mehrköpfige Familien meist unbezahlbar.

Daher empfehlen die Reise-Experten unisono, nicht mehr wie noch vor wenigen Jahren auf „Last Minute“ zu setzen, sondern so früh wie möglich zu buchen, um in den Genuss von bezahlbaren Reisen und Rabatten zu kommen. „Am besten schon im September oder Oktober des Vorjahres“, meint auch Hilk.

Der Vorteil: „Sie buchen ein Objekt, das ihnen wirklich gefällt, anstatt sich mit unbeliebten Restplätzen zu begnügen. Auch die Flugzeiten und Fluggesellschaften können Sie sich dann noch aussuchen“, sagt Freeman.

Klar, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Doch wer weiß schon ein Jahr im voraus, was er im nächsten Herbst tun und lassen will?
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