Kommentar: Goldener Handschlag für Nonnenmacher - das ist absurd

Wer soll denn das verstehen? Eine Sekretärin bedient sich unerlaubt am Buffet und verliert wegen zwei belegter Brötchen ihren Job. In der Vorstandsetage der HSH Nordbank ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Untreue und Bilanzfälschung. Und der mögliche Delinquent erhält in jedem Fall seine Abfindung – egal wie die Ermittlungen ausgehen. 2008 war Jens Nonnenmacher, der ehemalige Chef der HSH Nordbank, in die Schlagzeilen geraten. Er hatte mit unserem Geld gezockt. Mehrere Hundert Millionen Euro sollen wegen seiner Transaktionsgeschäfte unter der Bezeichnung „Omega 55“ abgeschrieben worden sein. Und jetzt soll Nonnenmacher, der Anfang 2011 wegen einer Reihe von Affären entlassen worden war, vier Millionen Abfindung einstreichen. Geld, das von den Steuerzahlern kommt. Obwohl Jens Nonnenmacher unter so schwerwiegendem Verdacht steht, scheint es der HSH Nordbank vertretbar, ihrem ehemaligen Chef weitere Millionen hinterher zu werfen. Mit dem gesunden Menschenverstand ist dies nicht zu erklären, aber in diesem Fall wollte es der Chef des Aufsichtsrates so. Im Vergleich zu den drei Milliarden Euro Kapitalspritze und Garantien in Höhe von zehn Milliarden Euro, die die beiden Länder Hamburg und Schleswig-Holstein dem Institut bereits gegeben haben, mag die Abfindung von vier Millionen eine überschaubare Summe sein. Aber für die Steuerzahler, die jetzt auch noch dafür aufkommen müssen, ist es ein weiterer Schlag vor den Kopf.
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