Liebe ist alles? Alles, was wir brauchen!

Lebendige Gemeinde in der Franz von Assisi-Kirche Neuallermöhe: Pastorin Irmela Knaack, Projektpastorin Angelika Schmidt und FSJlerin Cindy Mandel haben viel Spaß beim Vorbereiten des Nähkurses „Redesign – aus alt mach neu“ (untere Reihe von links nach rechts). Auch Diakonin Corinna Harms, FSJlerin Karaca Kaplan und "Music helps"-Initiator Ole Rehmeyer packen beim Kirchentag 2013 kräftig mit an (oben auf der Galerie, v.l.n.r.).

Fröhliches Stimmengewirr, heiteres Lachen, im Hintergrund spielt jemand auf der Orgel, es duftet nach Kaffee – in der Neuallermöher Franz-von-Assisikirche am Grachtenplatz laufen die Vorbereitungen für den Kirchentag in Hamburg vom 1. bis 5. Mai auf Hochtouren.

„Für mich ist alles neu“, erzählt Karaca Kaplan. Die 22-jährige Lohbrüggerin hat Anfang April ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Gemeinde Bergedorfer Marschen begonnen und ist total gespannt, was sie noch alles erwartet. Denn Karaca gehört keiner Glaubensgemeinde an, ihre Eltern haben ihr die Entscheidung selbst überlassen und sie loyal erzogen. „Bei uns zu Hause ist eine Gesamtsicht auf die Welt wichtig, und wenn wir Familienbesuch aus der Türkei haben, schauen wir uns auch Hamburger Kirchen an. Am Kirchentag interessiert mich, wie die Menschen aufeinander reagieren und sich darauf vorbereiten.“

Viele Jugendliuche finden den Weg zum Kirchentag

So wie für Karaca ist für viele junge Leute das Zusammensein wichtig, das gemeinsame Erleben von Gottesdiensten, Konzerten oder Gesprächen. „Ich war total geflasht, was für Massen an Jugendlichen beim Dresdner Kirchentag 2011 dabei waren“, erinnert sich Diakonin Corinna Harms (36), zuständig für die Jugendarbeit in der Gemeinde. „Da sind so viele 16- bis 25-Jährige, das finde ich prima. Mir selbst ist wichtig, mit anderen Menschen auf der Wiese zu sitzen, Konzerte zu hören und sich auch einfach mal treiben zu lassen.“

Das Jana-Café, die Jugend-Akademie Neu-Allermöhe, was Harms mitgestaltet, plant eine Podiumsdiskussion zum Thema „Liebe ist alles? Alles, was wir brauchen!“ am Freitag, 3. Mai, von 15-17 Uhr, im Zentrum Jugend des Kirchentags, Friedrich-Ebert-Halle, Alter Postweg 30-38 in Harburg. Bei diesem Generationscafé wird der Kabarettist Eckart von Hirschhausen einer der Podiumsgäste sein.

Cindy Mandel (19), die zweite FSJlerin der Gemeinde, freut sich auf den großen Open-Air-Gottesdienst am Sonntag ab 9 Uhr im Stadtpark: „Und außerdem ist die Arbeit mit anderen Jugendlichen beim Nähkurs bestimmt super spannend“, ist sich die Neuengammerin sicher.

Workshop am 4. Mai, dem "Konfitag"

Das ist der Workshop, den Pastorin Irmela Knaack gestartet hat: „Die Idee entstand bei der Jugendfreizeit letztes Jahr, so kommen 15 bis 20 junge Menschen über die gemeinsame Arbeit ins Gespräch.“ Unter dem Motto „Redesign – aus alt mach neu“ werden Handyhüllen, Stulpen, Applikationen oder Schlauchschals gefertigt. Geplant ist das Projekt am „Konfitag“, Samstag, 4. Mai, jeweils um 12, 14 und 15 Uhr in der Technischen Universität Harburg, Seminarraum H0.02, Schwarzenbergstraße 95. Und auf was freut sich die Pastorin noch? „Beim ‚Markt der Möglichkeiten’ gibt’s total viele Anregungen an den verschiedenen Ständen, Bücher, Kunsthandwerk, Klöterkram…!“

Projektpastorin Angelika Schmidt, die die vielen ehrenamtlichen Helfer im Kirchspiel Bergedorf unterstützt und ermutigt, hat schon viele Kirchentage besucht, war zum Beispiel in Hamburg 1981 besonders beeindruckt von der Demonstration gegen die Stationierung der Mittelstreckenraketen, jetzt freut sie sich „etwas zurückgeben zu können“: „Für mich bedeutet der Kirchentag, was Neues zu entdecken.“

Motto des Kirchentags: "Soviel du brauchst"

Das Kirchentags-Motto für über 2000 Veranstaltungen vom 1. bis 5. Mai lautet: „Soviel du brauchst“: Allein im Bezirk Bergedorf werden über 1400 Gäste beherbergt. Damit alles reibungslos läuft, kümmert sich Pastorin Schmidt um die Koordination der „Quartiermeister“, das sind zahlreiche Ehren- und Hauptamtliche, die sich um die Besucher aus anderen Städten kümmern.

Wer abends gerne unterwegs ist, schaut im Zentrum Bergedorfs vorbei: Von Donnerstag bis Samstag, jeweils von 21 Uhr bis Mitternacht, ist das „Gute-Nacht-Café“ in St. Petri-und-Pauli, Bergedorfer Schloßstraße 2, geplant: Mit Stärkung für Leib und Seele in Form von Snacks und Gesprächen, Gebet und Stille. Außerdem stehen auf dem Programm eine Taizéandacht, eine Fußwaschung und eine Ruhe-Oase beim Feuer im Garten.

Kirchentag 1949 in Hannover gegründet

Der Kirchentag ist übrigens so alt wie die Bundesrepublik Deutschland – 1949 in Hannover gegründet.
Alle Infos und das Gesamtprogramm auf www.kirchentag.de.

Wer keinen Internetzugang hat, kann sich das Programm auch in der Bergedorf-Info im Hasseturm anschauen (montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr). Für die Veranstaltungen auf dem Messegelände, Messeplatz 1 gibt es Tageskarten. Weitere Infos auch in der Kirchentags-Geschäftsstelle unter Telefon 040/430 9310.

Ausgewählte Höhepunkte in Bergedorf vom 2. bis 5. Mai


Donnerstag – Samstag, jeweils von 21 Uhr bis Mitternacht: „Gute-Nacht-Café“, St. Petri-und-Pauli, Bergedorfer Schloßstraße 2.
Donnerstag, 19.30 Uhr: Feierabendmahl in St. Johannis-Curslack, Curs lacker Deich 142.
Freitag, 11 – 22.30 Uhr: „Forum Erinnern in Neuengamme“, Klinkerwerk, KZ Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75.
Freitag, Feierabendmahl, jeweils 19 Uhr: Franz von Assisi Kirche, Grachtenplatz 13; St. Petri-und-Pauli; Bugenhagenkirche, Nettelnburger Kirchenweg 4; St. Michael, Gojenbergsweg 26.
Sonntag, Gottesdienst vor Ort, 10 Uhr: Christophoruskirche, Friedrich-Frank-Bogen 1; Übertragung aus dem Stadtpark; Erlöserkirche Lohbrügge, Lohbrügger Kirchstraße 9; Pastoratswiesen St. Severini Kirchwerder, Kirchenheerweg 6.
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