So seh ich das: Alle Jahre wieder

Genießen Sie die Tage vor, während und nach den ganzen Festlichkeiten! Zum Beispiel bei einem Spaziergang an der Elbe. Ob es wieder Eisschollen zu sehen gibt, so wie im Februar 2012? Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Fröhliche Weihnachten!

Also, ich freue mich mittlerweile wieder auf ein paar entspannte Tage rund um den 24. Dezember!
Das war bis vor drei Jahren nicht so. Nicht, dass ich als Kind und Jugendliche diesen Trubel verschmäht hätte – ganz im Gegenteil, ich habe gut mitgemischt im Geschenkesuchen, Plätzchenbacken, Weihnachtsmärchen besuchen... Später dann gefielen mir die Weihnachtsmärkte zunehmend besser. Irgendwann vor ein paar Jahren ebbte das allmählich ab, bis ich Adventskaffee-Kränzchen mit Freunden oder Familie nicht mehr als angenehm empfand. Es wurde mir eher alles zuviel mit den Einladungen, der Hektik in den Einkaufsstraßen, der Weihnachtsmusik und der ganzen Schmückerei. Zugegeben, ich habe mich von einer Art Weihnachtsmuffeligkeit anstecken lassen, mochte den Duft von Zimt, Nelken und Lebkuchen nicht mehr, war ziemlich hektisch, verabscheute Glühwein und habe gestöhnt, wenn auch ich einladen musste. Wie blöd von mir!
Einfach den gedanklichen Schraubenzieher angesetzt und die Erwartungshaltung heruntergedreht – das hat auch bei mir geklappt.
Ich stresse mich nicht mehr selbst mit zu ehrgeizigen Plänen, unbedingt noch eine tolle Feier mit Freunden vor Weihnachten zu veranstalten – ich habe nämlich im Dezember Geburtstag –, und lade einfach Mitte Januar ein. Dann sind meistens alle erholt vom Silvesterkater und haben auch wieder Lust auf eine Party.
In der Küche bin ich auch kein Wundertalent, das kann ich jetzt offen zugeben – sondern bereite lieber in Ruhe mit meiner besseren Hälfte etwas vor, was man in den Ofen schieben kann, während der Rest der Familie langsam eintrudelt.
Geschenke gibt’s nur noch für Kinder bis 18 Jahre – und die kaufe ich auch nicht mehr auf den letzten Drücker.
Und wenn zu guter Letzt unser Hund mit seinen riesengroßen, schneematschnassen Pfoten doch noch an der Handtuchschleuse vorbei durch den Flur ins Wohnzimmer schlüpft und eine lange Spur hinterlässt – dann reicht der einfach Feudel, es muss nicht mehr das komplette Schrubberkomando sein.
Gelassener kann ich dadurch im Vorfeld mit meiner Familie überlegen, was wir machen wollen. Und ich kann viel leichter Vorschläge akzeptieren, nehme nicht mehr alles so bierernst und weiß: zu perfekt ist langweilig. Manche Sachen ergeben sich einfach so – das kann ich jetzt ohne schlechtes Gewissen genießen.
Zum Beispiel im vorletzten Jahr, als es schlicht zu glatt war, so dass wir nicht an die Ostsee zu den Eltern fahren konnten: Also stapfte ich mit dem Hund durch den Schnee, traf sehr gutgelaunte Spaziergänger – ebenfalls mit Hund –, so gingen wir gemeinsam die große Runde weiter. Als wir uns verabschiedeten, war es beinahe so, als kannten wir uns schon lange. Und dann schmeckte zuhause die verfeinerte Erbsensuppe ausgezeichnet – es war eben nichts anderes mehr im Kühlschrank!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, liebe Leser, ebenso gemütliche Feiertage mit Familie und Freunden!
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