Literatur im Schloss

Platz 5: Josephine Martel (Hameln) "Miss Daisy" Rückblickende Einblicke in die Windungen eines Schneckenhauses.
Hamburg: Bergedorfer Schloss | Vielleicht erinnern Sie sich, dass vor einigen Jahren in Bergedorf die erste Schloss-Schreiberin ernannt wurde. Inzwischen wurde die erfolgreiche Initiative ausgeweitet und nennt sich Hamburger-Gast. Hamburger Gast kann werden, wer den Astro-Art-Literaturwettbewerb gewinnt und beinhaltet ein Stipendium für 3 Monate, in Hamburg schreiben zu dürfen.

Zur Preisverleihung am Sonntagabend reisten etliche Autoren an und eben auch besagte erste Schloss-Schreiberin Eva Woska-Nimmervoll, die in Wien lebt und wunderbare Texte schreibt. Ich habe sie damals kennengelernt, als ich gerade das Amt der Königin der Texte übernommen hatte und in Bergedorf der große Königinnentaganstand.

Das Schloss war gut besucht. Um die 80 Literaturinteressierte hatten sich eingefunden und lauschten gespannt den Geschichten der Gewinner. Der Wettbewerb nennt sich deshalb Astro-Art, weil er das erste Mal in der Bergedorfer Sternwarte stattfand. 2016 gab es bereits 613 Texte, die eingesendet wurden, und so war es für die Jury gewiss eine Herausforderung, sie alle zu lesen und zu bewerten.

Das Ganze wäre ohne die Sponsoren gar nicht möglich gewesen. Unter anderem stehen dahinter die Volksbank Hamburg, die Bergedorfer Zeitung, aber auch die Ortsämter von Bergedorf, Mitte und Harburg. Der Hamburger Gast erhält je einen Monat lang die Möglichkeit, im Bergedorfer Schloss, in der City und in Harburg zu schreiben und eine Unterkunft im Künstlerhaus Vorwerkstift im Karolinenviertel zu beziehen.

Während die Autoren eher jung bis mittleren Alters waren, sah man im Publikum mehr Besucher mittleren bis hohen Alters. Das scheint typisch für die Literaturszene in Hamburg zu sein.
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1 Kommentar
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Erich Heeder aus Kirchsteinbeck | 05.09.2016 | 19:59  
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