\\\ Videobotschaft ///

Drei Container stehen - Projektbilanz 2018
 
Alle Obdachlosen von der Straße bekommen? Geht das? Ich habe einen Traum, den ich konsequent verfolge. Dafür habe ich eine Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Quelle: https://jetztrettenwirdiewelt.de/max-ueber-seine-o... (Foto: Eimsbütteler Nachrichten - Das Magazin)
 
Winternotprogramm ohne Einschränkungen - Bürgerinitiative hilft Obdachlosen --> https://www.facebook.com/notes/max-bryan/-videobot...
Mit diesem Video von Marek Rohde hatte alles mal begonnen - damals im August 2017 - mit unserem Plan für 2018 und was wir versucht hatten dann alles umzusetzen. 6 Monate später und das Meiste davon haben wir realisiert, wenn auch noch nicht alles. Geschuldet auch der monatelangen Blockade eines gewissen Bauamt´s, dass sich doch vehement gegen die Aufstellung unseres 3. Containers wehrte. Inzwischen steht er - anderen Orts.

Hamburger Bürgerinitiative für Hamburger Obdachlose

Mein Name ist Max Bryan. Ich leite in Hamburg eine kleine Bürgerinitiative zur Unterstützung von Hamburger Obdachlosen. Ziel ist es, niedrigschwellige Angebote zu schaffen für Obdachlose - speziell im Segment Unterbringung. Sei es in einem beheizten Wohncontainer, den Winter über oder auch in anderen Unterbringungsprogrammen. Das man den Menschen hilft die auf der Straße leben, eine Begleitung anzubieten.

--> https://www.youtube.com/watch?v=Xr1FJf5GsGM

Winternotprogramm ohne Einschränkungen

Ich bin ja ein Networker aus Leidenschaft. Ich verbinde Menschen und versuche mit meinen, mir gegebenen, Mitteln und Möglichkeiten Obdachlosen zu helfen. Diesen Winter zum Beispiel haben wir die Obdachlosen "Bolle" und "Rolf" in einem nur aus Spenden finanzierten Wohncontainer untergebracht.

Rolf zum Beispiel ist 67 Jahre alt und lebte bis vor Kurzem noch auf der Straße. Als
seine Frau starb, verlor er die Wohnung. Für ihn wäre es der zweite Winter auf der Straße geworden. Ein aus Spenden finanzierter Wohn-Container half dem Obdachlosen dann beim Überwintern.

https://www.hinzundkunzt.de/wohncontainer-rolf-max...

Spender halfen

Rolf (67) – ist ein waschechter Eimsbütteler. Schon seit 1957 lebt er in Hamburg, hat sein Leben lang gearbeitet und ist doch ein Fall typischer Altersarmut. Ein Rentner, der nach dem Tod seiner Frau die teure Wohnung dann nicht mehr halten konnte und so dann raus musste. Eine kleinere - für ihn bezahlbare Wohnung fand er nicht. Es war der Beginn seiner Obdachlosigkeit und Dank der Unterstützung vieler Spender konnte Rolf nun im Warmen überwintern.

Lücken schließen

Unsere kleine Bürgerinitiative möchte Lücken schließen. Das städtische Winternotprogramm schließt tagsüber und bietet kaum bis keine Alternativen für den Tagesaufenthalt. Aus diesem Grunde kennt unser privates Winternotprogramm auch keine Einschränkungen. Wir setzen da an, wo die Stadt aufhört. Wir bieten den Menschen eine ganztägige Unterkunft für den Winter.

Stellplatzsuche

Letzes Jahr hatten wir einige Probleme mit der Stellplatzsuche. Wir waren monatelang unterwegs und ich hätte auch nie gedacht, dass es so schwierig werden könnte, einen Stellplatz für so einen Container zu finden. Wir hatten Anfangs hunderte von Absagen kassiert.

Das änderte sich erst, nachdem wir den ersten Container erfolgreich aufgestellt hatten. "Ein Herz für Klaus" nahm damals ein glückliches Ende und die halbe Stadt hat sich mit uns gefreut. Danach kamen auch die Kirchen und wollten mit uns zusammenarbeiten. Also einen Wohncontainer bei sich aufstellen. In Langenhorn zum Beispiel.

Container aufstellen

In Kooperation mit der Ansgar-Gemeinde Langenhorn und der evangelische Kirche in Hamburg Lokstedt haben wir diesen Winter drei Wohncontainer aufgestellt. Einer davon sogar auf dem Parkplatz eines beliebten Hamburger Sportvereins - alle zogen mit, sogar die meisten der insgesamt 7 Bezirksämter gaben grünes Licht für die Aktion - unterstützten uns bei dem Vorhaben die besonders älteren Obdachlosen den Winter über unterzubringen.

"I have a dream"

Ein schöner Traum daran zu glauben, alle Hamburger Obdachlosen auf diesem Wege unterzubringen. Ist das möglich?

In dieser Stadt leben gut 1000 Millionäre und 1 Millionen Quadratmeter Bürogebäude stehen leer. Wenn nur EINER da mal hingehen und sagen würde: "Ich habe da noch eine Ecke Land für Euch. Da könnt Ihr rauf!" - dann wäre ganz vielen Menschen schon geholfen und ich will nicht aufhören daran zu glauben, dass dies möglich ist. Ein Container-Dorf zum Beispiel - irgendwo da, wo Flächen noch ungenutzt sind.



Das wäre ein wunderbarer Schritt, in einer so reichen Stadt, wo es auch so viel Armut gibt, die Menschen für die Unterbringung von Menschen zu begeistern. Das ist ein bisschen auch die Triebfeder, die mich antreibt. Ich habe die Möglichkeit, Bilder zu machen, Blogs und Texte zu veröffentlichen. Einfach Menschen für Menschen begeistern und Andere ermutigen, selbst auch tätig zu werden. Das ist das Ziel. Das ist mein Traum.

Menschen für Menschen begeistern

Wer also selbst auch mal so einen Wohncontainer für Obdachlose bei sich aufzustellen möchte, kann sich gerne bei uns melden. Inzwischen haben wir beste Kontakte zu Architekten und Bauämtern und stehen gerne auch für weitere Projekte beratend und operativ zur Seite. ZEIGT MUT und werdet Chancengeber! Tobias Götting von der Ansgar-Gemeinde und Claus Hoppe von der evangelischen Kirche Lokstedt haben beste Erfahrung damit gemacht. Meldet Euch gerne für weitere Kooperationen. Vielen Obdachlosen können wir auf diesem Wege noch helfen!


Jeder kann helfen

Hier in Hamburg gibt es ein riesiges Netzwerk an Helfern. Über 100 Sozialstationen, wo man sich persönlich und ehrenamtlich mit einbringen kann. Einen Überblick bietet die Freiwilligenbörse, wo sich freiwillige Helfer eintragen können, die dann entsprechend vermittelt werden in verschiedene Projekte, wo gerade Not am Mann ist, wo man mitmachen kann und natürlich freuen auch wir uns, wenn wir tatkräftige Unterstützung mit erfahren. Denn so ein Projekt will auch betreut sein und nicht alles kann man auf Dauer nur alleine machen.

Mit den Stärken der Menschen arbeiten

Besonders mit den Stärken - nicht mit den Defiziten der Menschen wollen wir arbeiten. Klaus zum Beispiel - den wir 2016 schon untergebracht hatten - ist ein unheimlich guter Teekenner. Er kennt sich sehr gut mit Naturmedizin aus. Ich hatte dann schon überlegt, ihm einen kleinen Stand zu realisieren - auf dem Parkplatz am Container - wo wir dann ein Tisch hinstellen, mit einem Schild dran: "Klaus - Medizin - Würz- und Yogitee-Beratung". Da hätte er sicher regen Zulauf.


Was macht glücklich?

"Was gehört zum glücklichen Wohnen dazu?" - wollte Marek am Ende unseres Gespräches dann noch wissen und ich kann da vor allem aus der Erfahrung mit Klaus, Bolle und Rolf sprechen. All diese Menschen - besonders Obdachlose sind sehr bescheidene und demütige Menschen. Sie stellen keine großen Ansprüche an ihre Wohnverhältnisse.

Also, wenn sie da eine Ecke haben, wo sie bleiben können, wo sie ein Dach über dem Kopf haben und wo sie für sich sein können und den Menschen auf Augenhöhe begegnen, dann sind Menschen wie Klaus, Bolle und Rolf eigentlich schon sehr glückliche Menschen, mit dieser Form zu leben und ich Danke Allen, die ihnen das bis heute mit ermöglicht haben.

Ausblick 2018 / 2019

Auch im kommenden Jahr wollen wir Wohncontainer für Hamburger Obdachlose aufstellen - dafür kann man jetzt auch schon spenden - denn nach dem Winter ist vor dem Winter - unser Projekt hört nie auf - wir bleiben dran und helfen den Obdachlosen auch in 2019 wieder.

https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr?cmd=_s-xclic...


"Ein Haus für Klaus"

Darüber hinaus soll Klaus was Eigenes bekommen. Denn aus "Ein Herz für Klaus" wird "Ein Haus für Klaus". Kommenden Sommer wollen wir ihm ein Minihaus bauen, an dem er Eigentum erwirbt. Klaus wird danach nie wieder obdachlos sein. Das ist das Beste, was wir jetzt noch für ihn tun können. Ein selbstbestimmtes Leben auf Rädern. Das ist das, was Klaus sich wünscht.

Max Bryan
30.3.2018
www.hamburger-obdachlose.de
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