Buchtipp: Familienkrankheit Alkoholismus

Alkoholismus ist eine Familienkrankheit, die nicht nur dem eigentlichen Betroffenen zu schaffen macht, sondern ebenso seinen Familienangehörigen. Kinder von Alkoholikern leiden noch als Erwachsene an den Verletzungen, die sie in ihrer Kindheit durch den Alkoholismus eines Elternteils erfahren haben, und quälen sich oft ein Leben lang allein mit versteckten Angst-, Schuld- und Rachegefühlen.

Ein normales Familienleben ist ihnen unbekannt, sodass sie oft noch als Erwachsene große Schwierigkeiten haben, eine dauerhafte Partnerschaft zu realisieren. In diesem Werk erfahren erwachsene Kinder von Alkoholikern, dass es Wege und Möglichkeiten gibt, dem Sog der Abhängigkeit zu entkommen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.
Lambrou schreibt dazu etwa: „Alkoholismus ist nicht nur eine körperliche Krankheit, Alkoholismus verändert den ganzen Menschen, auch seine Art zu denken und zu fühlen. Ein Alkoholiker verleugnet viele Jahre, meistens bis zu seinem Tod, vom Alkohol abhängig zu sein. Er belügt andere, redet sich selbst alle möglichen Gründe ein, warum er heute trinken muss. Er macht sich und anderen etwas vor, um sich nicht als das zu sehen, was er ist, ein alkoholabhängiger Mensch.“


Ursula Lambrou, Familienkrankheit Alkoholismus. Im Sog der Abhängigkeit, überarbeitete und erweiterte Neuausgabe 2010, Taschenbuch, 8,95 Euro, Rowohlt Verlag.
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Bernd Hartmann aus Glinde | 03.09.2011 | 11:05  
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