Kostenfalle Internet: Worauf sollte man im Ausland achten?

Auf unser Smartphone möchten wir auch im Urlaub nicht verzichten, sei es um mit Freunden in Kontakt zu bleiben oder die neuesten Urlaubsfotos auf sozialen Netzwerken zu teilen. Doch Vorsicht: Auch wenn die klassischen Roaming-Gebühren abgeschafft wurden, kann das Surfen im Ausland noch immer hohe Kosten verursachen. Warum das so ist und worauf unbedingt geachtet werden sollte, zeigt der nachfolgende Ratgeber…

Internet im Ausland: Vorsicht vor hohen Gebühren

Wer sich mit seinem Smartphone, Tablet oder einem Surf-Stick im Ausland befindet und dort im Internet surft, der nutzt Daten-Roaming und dafür fallen Gebühren an, auch wenn seit dem 1. Juli 2014 eine Preisobergrenze besteht. So dürfen pro Megabyte maximal 24 Cent berechnet werden. Übersteigen die Kosten die 60 Euro, muss der Internetanbieter den Internetzugang kappen und darf ihn erst wieder auf Zustimmung des Kunden aktivieren. Das Limit von 60 Euro können Kunden bei Bedarf beim Anbieter erhöhen lassen. Grundsätzlich ist diese Regelung sehr positiv, da immer eine gewisse Kostenkontrolle besteht.

Internet außerhalb der EU: Worauf achten?

Wer außerhalb der EU mit seinem Handy im Internet surft, muss aber besonders vorsichtig sein. Der ausländische Betreiber muss die Daten zwar in Echtzeit an den deutschen Anbieter übermitteln, ob dies auch wirklich so funktioniert, kann leider nicht gewährleistet werden. Es handelt sich dabei nämlich um eine freiwillige Kooperation an der nicht jeder teilnimmt. Positiv ist hier, dass Nutzer via SMS darüber in Kenntnis gesetzt werden sollen, falls der aktuell genutzte Provider im Ausland nicht an dieser Kooperation beteiligt ist. Des Weiteren gilt zu beachten, dass das Telefonieren auf einem Kreuzfahrtschiff nach wie vor teuer bleibt, da diese von der EU-Regelung ausgeschlossen sind.

Wie Datenverbrauch möglichst gering halten?

Um die Kosten im Ausland für die Internetnutzung so gering wie möglich zu halten, sollte der Verbraucher Einstellungen am Smartphone vornehmen, die den Datenverbrauch reduzieren. Dazu ruft man zuerst die Übersicht seiner Apps auf. Bei Android unter Einstellungen > Datennutzung/Datenverbrauch und bei iOS unter >Einstellungen> Mobiles Netz. Dort sind alle Apps nach Verbrauch aufgelistet. Hier können Schwellenwerte festgelegt werden, so dass der Nutzer beim Erreichen eines bestimmten Grenzwerts informiert wird. Sind Apps dabei die kaum genutzt werden, kann der Datenverbrauch auch komplett gestoppt werden. Ähnlich wird es auch bei Apple iOS und Windows Mobile gemacht.

Videos, das Streamen von Filmen sowie anspruchsvolle Multimedia-Anwendungen sollten im Ausland wenn möglich nicht genutzt werden, da diese besonders viel an Datenvolumen verbrauchen, genauso wie das Versenden von Fotos via SMS/MMSm Whatsapp oder E-Mail. Auch das Ausweichen auf WLAN spart Datenvolumen. Kostenloses WLAN wird im Ausland zum Beispiel häufig in Clubanlagen zur Verfügung gestellt. Auch viele Hotels bieten inzwischen kostenloses WLAN für ihre Gäste auf dem Hotelzimmer an und dort wo es nicht angeboten wird, kann es in der Regel gegen eine kleine Gebühr genutzt werden.

Wann lohnen sich ausländische Prepaid-Karten?

Wer sich häufiger im europäischen Ausland oder gar in Übersee oder Asien befindet, für den kann sich eine ausländische Prepaid-Karte durchaus lohnen. Wer in ein Land reist, dessen Sprache er nicht beherrscht, der sollte die ausländische Karte übers Internet bestellen, da dies häufig wesentlich günstiger ist. Es gibt zum Glück spezielle Anbieter in diesem Bereich, die SIM-Karten fürs Ausland übers Internet vertreiben und dass in der Regel inklusive deutschsprachiger Tarif- und Bestellinformationen. So kann zum Beispiel eine Prepaid Sim-Karte für die USA, China oder Frankreich schon vor Reiseantritt bestellt werden, um sie dann im Urlaub zu aktivieren. Vorteilhaft ist hier natürlich, dass nur das Guthaben verbraucht wird, welches zuvor auf die Prepaid-Karte geladen wurde. So kommt es im Bereich der Kosten nicht zu bösen Überraschungen.

Das Fazit…

Wer eine Reise plant, sich vorher ausführlich informiert und beim Urlaub ins europäische Ausland eine Prepaid-Karte bevorzugt, der muss bei der nächsten Mobilfunkrechnung in der Regel keine Angst mehr vor bösen Überraschungen haben. Beim Vergleich der einzelnen Anbieter für Prepaidkarten fürs Ausland unbedingt Anbieter bevorzugen, die deutschsprachige Tarif- und Bestellinformationen bevorzugen, um Missverständnisse zu vermeiden.
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