Viel mehr als Baywatch: die DLRG

Die DLRG ist zu Lande und zu Wasser im Einsatz. Hans-Dieter Struck, 2. Vorsitzender der DLRG Oberelbe zeigt die Einsatzfahrzeuge: „Wenn ein Notruf eingeht, kann das Team sofort starten“.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft rettet nicht nur zu Wasser. Im Gegenteil: Die Aktiven der DLRG Oberelbe rückten zum Beispiel auch aus beim Feuer im Mehrfamilienhaus, beim Gefahrgutunfall mit auslaufenden Flüssigkeiten oder als eine Person von einer Brücke ins Wasser zu springen drohte.

„Ich bezeichne das als ‚Virus’ – der hat mich als Junge gepackt: Einmal DLRG, immer DLRG“, erzählt Hans-Dieter Struck (63).
Denn er hat bei Heinrich Gehle schwimmen gelernt, dem bis ins hohe Alter Aktiven, der bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Geesthacht und Lauenburg ziemlich viel ins Rollen gebracht hat. So ist auch die Station „Eiserner Heinrich“ in Geesthacht nach ihm benannt, denn auf Gehles beharrliche Initiative geht auch der Bau des ersten Freibades in Geesthacht zurück.
Mit 9 Jahren ist Struck bereits zur DLRG gekommen: „Ich habe so ziemlich jede freie Minute auf der Station oder auf dem Wachposten an der damaligen Badeanstalt verbracht“. Später kamen die Ausbildung zum Rettungsschwimmer und zum Bootsführer dazu. Die Kniffe, die er selbst gelernt hat, gibt Struck auch nach seiner aktiven Zeit an den Nachwuchs weiter, heute ist er 2. Vorsitzender der DLRG Bezirk Oberelbe Geesthacht e. V. und sieht sich als Bindeglied zwischen jüngeren und älteren Aktiven. Auch Strucks Kinder sind von Geburt an Mitglied – so machen es viele im Verein, der insgesamt 371 Mitglieder in Lauenburg und Geesthacht. Zu ihnen gehören übrigens nicht nur Privatleute, sondern auch Firmen, Vereine oder als Behörde die Stadtwerke Geesthacht.

Und die DLRG ist längst nicht mehr nur zu Wasser im Einsatz, denn als im April die Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Wahlkampfkundgebung in Mölln besuchte, war die DLRG Oberelbe vor Ort, um für die persönliche Sicherheit der ersten Frau im Staate zu sorgen. Auch bei einer Bombendrohung in Pflegeheim kam die DLRG Oberelbe schnell zu Hilfe, denn die DLRG Lauenburg stellt eine „First Responder“-Gruppe: Die ehrenamtlichen Helfer werden als Ergänzung der Rettungskette durch die Leitstelle alarmiert, wenn der Hauptamtliche Rettungsdienst (etwa Feuerwehr oder DRK) länger als 12 Minuten zum Einsatzort braucht – Tag und Nacht. Ebenso werden qualifizierte Krankentransporte übernommen.

Über 50 aktive Mitglieder sind rund um die Uhr ansprechbar, werden beruflich sofort freigestellt, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht. 2011 waren es über 140 Einsätze im Rettungsdienst, im 1. Halbjahr 2012 gab es schon 91 First Responder-Alarmierungen.
Wer Näheres über die DLRG erfahren will, schaut am besten direkt vor Ort in der Station „Eiserner Heinrich“, Elbuferstraße 3 vorbei: Beim Kinderfest und Tag der offenen Tür am Samstag, 14. Juli, von 15 bis 17 Uhr. Hier kommen zwar keine Fahrzeuge zum Einsatz, aber Interessierte können sich ein Bild vom Equipment machen und die Aktiven bei Kuchen und Grillwurst befragen. Die Kleinen unter den Großen haben Spaß bei verschiedenen Spielen mit kleinen Gewinnen. Lebensretter in spe können sich auch bei Kurt Postier, Technischer Leiter Ausbildung, unter Telefon 04152/728 65 und online auf www.oberelbe.dlrg.de informieren.
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1 Kommentar
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Thomas Jänicke aus Lauenburg | 23.07.2012 | 10:30  
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