Wo die alten Tiere wohnen

Tierpflegerin Julia Madloch mit Fundhund Benny. Der 8 Jahre alte Rüde ist „sehr unkompliziert, verschmust“ und versteht sich mit anderen Hunden, also ein „idealer Familienhund“. Weitere Informationen über die Tiere, die ein neues Zuhause suchen, auf www.tierheim-geesthacht.de.
Junge Tiere sind knuddelig und süß, bei alten Tieren fragt sich so mancher Konsument: Wohin damit? Am Ende landen die Verstoßenen im Tierheim Geesthacht. Ein Sommerfest am Sonntag informiert über die prekäre Situation. Trotz des ernsten Hintergrundes soll der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen.

Das Sommerfest in der Lichterfelder Straße beginnt um 10 Uhr mit einem Frühstück – und dem Flohmarkt. Im Laufe des Tages wird bis 16 Uhr Kaffee, Kuchen und Grillwurst geboten, Getränke sowieso, und Live-Musik. Bei der Tombola für Erwachsene gibt es keine Tiere zu gewinnen, sondern andere schöne Dinge. Für die Kinder wird eine eigene Tombola veranstaltet. Und beim Kinderschminken verwandeln sich die Kleinen in wilde Tiere.
„Nebenbei“ können sich die Besucher darüber informieren, wie das Tierheim arbeitet und welche Aufgaben es übernimmt. „Wenn nur ein einziger Besucher sagt, diese Katze nehme ich mit, dann hat sich das Fest für uns schon gelohnt“, sagt die zweite Vorsitzende Sabine Prawda-Iserloth und fügt an: „Wer Lust hat, sich an der Organisation des Sommerfestes zu beteiligen oder einen Kuchen zu spenden, ist ebenfalls willkommen.“
Außerdem sucht das Tierheim dringend ehrenamtliche Helfer, die auch putzen würden. „Alles, was so anfällt in der Pflege der Tiere.“ Es sei äußerst schwierig, jemanden für eine dauerhafte Mithilfe zu gewinnen.
Der Tierschutzverein Geesthacht und Umgebung e.V. arbeitet mit allen umliegenden Kommunen bis hin nach Glinde und Lauenburg zusammen, um Fundtieren ein vorübergehendes Zuhause zu bieten. Vorübergehend. Das Tierheim sucht neue Besitzer für Katzenwelpen, für diverse Kleintiere von der Maus bis zum Meerschweinchen, für einige Hunde und für viele ältere Katzen. Gerade jetzt in der Ferienzeit werden Tiere vermehrt ausgesetzt. „Die Leute haben dann keine Lust mehr, sich um die Tiere zu kümmern“, sagt Tierheimleiterin Sabine Paffrath. Gerade letzte Woche wurden 6 ausgewachsene Wüstenrennmäuse in einem Rotkohlglas aus einem Müllcontainer einer Geesthachter Wohnanlage gefischt. Eine typische Urlaubslösung. Andere haben wenigstens den Mut, sich mit fadenscheinigen Ausreden wie einer plötzlichen Allergie an das Tierheim zu wenden, um ein Tier loszuwerden.
Dabei gibt es auch andere Lösungen. Weitere Auskünfte unter Tel. 04151/74311.
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