Gartenarbeiten im Frühling und der phänologische Kalender

Bald ist es wieder so weit: Die ersten Gartenarbeiten im Frühling stehen an. Die ersten Knospen lassen sich blicken, die Luft riecht frisch. Der Anblick des eigenen Garten will aber nicht ganz so überzeugen.

Schließlich ist der Übergang von der Winterzeit zur Frühlingszeit mit der meisten Arbeit verbunden. Es gibt diverse Methoden sich der Gartenarbeit zu bedienen. Zur Orientierung werden nicht nur die Jahreszeiten, sondern auch der phänologische Kalender herangezogen.

Der phänologische Kalender?

Obwohl in der Regel das Jahr in 4 Jahreszeiten eingeteilt ist, gibt es des Weiteren 10 biologisch begründete Jahreszeiten, die in der Pflanzenwelt von Bedeutung sind. Diese Einteilungen unterscheidet sich maßgeblich von den kalendarischen Jahreszeiten. Die Festlegung variiert dabei von Jahr zu Jahr. Die Termine sind deshalb stets unterschiedlich und orientieren sich an der Enwticklung in der Natur. Termine im Kalender sind beim phänologischen Kalender demnach nicht von Bedeutung. Hier sind besonders die Zeigerpflanzen wichtig, welche die phänologischen Jahrszeiten einläuten.
Im Vorfrühling beispielsweise ist die Apfelbüte maßgeblicher Indikator. Diese tritt jedoch von Jahr zu Jahr an unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichen Regionen auf. Die Unterteilung erfolgt folgendermaßen.

http://www.mein-gartenbuch.de/der-phaenologische-kalender/

Vorfrühling

Dieser beginnt mit der Blüte von Hasel, dem Märzenbecher und den Schneeglöckchen. Der Vorfrühling endet mit der Blüte der Salweide.

Erstfrühling

Der Erstfrühling wiederum beginnt mit Blüte der Forsythie. Auch die Beerensträucher und diverse Obstbäume sind hier von Relevanz. Die Pflaume, die Kirsche und Schlehen sind Beispiele dafür. Zudem noch die Birke und die Buche.

Vollfrühling


Rosskastanie und Apfel – diese sind im Vollfrühling besonders wichtig. Auch die Laubentfaltung der Eiche und der Hainbuche wird beobachtet.

Frühsommer


Roggen, Holunder, Robinie und Wiesen in ihrem Blütehöhepunkt zeigen den Frühsommer an. Gegen Ende des Frühsommers wird dann der erste Heumahd in Erscheinung treten.

Hochsommer

Für den Hochsommer ist besonders eine Pflanze von Bedeutung: Die Lindenblüte, aber auch Winterroggen und die Johannisbeere.

Spätsommer


Frühe Obstsorten reifen. Auch die Heideblüte, die Getreideernte und der zweite Heumahd werden hier als Anhaltspunkte im phänologischen Kalender angesehen.

Frühherbst


Reife des Holunder, aber auch die Rosskastanie und Herbstzeitlosenblüte. Die Obsternte ist in ihrem Höhepunkt.

Vollherbst


Nun geht es an die Kartoffelernte und auch die Laubverfärbung gilt als Merkmal des Vollherbst.

Spätherbst


Nun folgt der Laubfall und der Abschluss der Vegetationszeit.

Winter

Hier ist die Periode gemeint, die zwischen dem Ende der Vegetationszeit und der Haselblüte angesiedelt ist. Mit dem Auflaufen des Winterweizens beginnt der Winter.


Imker und der Phänologische Kalender

Gerade auch bei den Imkern ist der Phänologische Kalender ein fester Bestandteil. Laut diesem Link http://imkerei-trassl.de/phaenologischer-kalender.htmlzeigt das Erblühen der Zeigerpflanzen auf, wie Bienen sich aktuell Verhalten und wie sie sich verhalten werden. Natürlich richten sich Bienen nicht nach dem gregorianischen Kalender.

Die fortschreitende Entwicklung der Natur ist nämlich auch im Bienen- und Tierreich Auslöser diverser Mechanismen und Verhaltensweisen. Ebenfalls soll sich anhand der diversen Phasen eine sogenannte innere Bienenuhr konstruieren lassen.

Orientierung für Gärtner

Gärtner können mittels diesen speziellen Kalenders eine ganz neue Einteilung gehen und müssen sich nicht nur an die bekannten Jahreszeiten halten. Auf diese Weise erfolgt eine deutlich feinere Unterteilung. Bereits im Vorfrühling kann mit dem Rückschnitt und der Düngung begonnen werden. Bereits heute im Januar ist es Zeit. Spätestens aber im Februar sollte bei Erkennung der männlichen Blütenstände begonnen werden. Für gewöhnlich beginnen Gärtner hier mit dem Obstbaumschnitt und auch Ziergräser werden zurückgeschnitten. Des Weiteren werden Blütenstände und abgestorbene Pflanzenteile der winterharten Stauden entfernt. Sommerblüher können jetzt ausgesät werden. So zum Beispiel auch der Kohlrabi und Tomaten.

Zur Orientierung für wichtige Gartenarbeiten: http://www.gartenrevue.de/gartenarbeiten-januar/

Anschließend folgt der Erstfrühling

Im März, beziehungsweise Ende Februar folgt in der Regel bereits der Erstfrühling. Die Forsythie dient hier als Anhaltspunkt. Der mittelhohe Strauch wird dann seine gelben Blüten bekommen. Seine Blätter erscheinen allerdings noch nicht (https://anstiftung.de/jdownloads/Webinare/phaenologischer-arbeitskalender.pdf). An dieser Stelle gibt es ebenfalls einige Gartenarbeiten, die vorgenommen werden können. So das Düngen und der Rückschnitt der Rosen. Zudem werden die Sommerblüher zurückgeschnitten und der Rasen kann vertikutiert werden. Möhren. Pflücksalate und Radieschen werden gesät. Prinzipiell steht dem erfolgreichen Jahresanfang aus Sicht des Gärtners dann nichts mehr im Wege.

Bildquelle: pixabay.com CC0 Creative Commons
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