Lena Behrens - ein Aushängeschild der Judo Gemeinschaft Sachsenwald

Wann? 18.09.2011 11:30 Uhr

Wo? Sport Forum der TSG, Billwerder Billdeich 607, 21033 Hamburg DE
  Hamburg: Sport Forum der TSG | Lena Behrens (26) kann so leicht nichts aus der Ruhe bringen. Sie ist Judoka in der Judogemeinschaft Sachsenwald (JGS) in der TSG, trägt den schwarzen Gürtel (3. Dan), kämpft in der ersten Bundesliga. Seit 20 Jahren geht sie den „sanften Weg“- das bedeutet „Judo“ sinngemäß übersetzt. Das hat Spuren hinterlassen. Sanfte Spuren.

Hat sie Lampenfieber vor Wettkämpfen? Gibt es Angstgegnerinnen? Ärgert sie sich über Niederlagen? Triumphiert sie bei Siegen? Die Wahl-Hornerin, die in Nettelnburg aufgewachsen ist, lächelt nachsichtig bei soviel geballter Fragenneugier. „Ja“, sagt sie dann „aufgeregt bin ich vor Wettkämpfen schon. Aber das ist normal, kein störendes Lampenfieber. Wäre die Anspannung zu hoch, dann könnte ich nicht so gut kämpfen.“ Und kämpfen kann sie gut.

Schon als Kind sammelte sie einen Erfolg nach dem anderen, gewann später Hamburger und Norddeutsche Meistertitel, holte vergangenes Jahr den dritten Platz bei den Deutschen Meisterschaften und erkämpfte sich erst vor wenigen Wochen den neunten Platz beim Europacup. Angstgegnerinnen gibt es dabei nie. „Ich könnte“, sagt die Trägerin des dritten Dans, „fast gegen Jede gewinnen.“ Die Betonung legt die 26-Jährige sehr bewusst auf „könnte“ und „fast“.

Tatsächlich ist Lena Behrens derart vielseitig in ihren Techniken, dass sie sowohl kleine, als auch größer gewachsene Sportlerinnen behände auf die Matte legen könnte. Sie trainiert vier Mal in der Woche und macht Fitness. „Alle Achtung“, sagt der Laie. „Das ist gar nichts“, sagt Lena Behrens und lächelt. 90 Prozent ihrer Gegnerinnen trainierten „deutlich mehr, manche zwei Mal am Tag“. Das aber will und kann Lena Behrens nicht. Dafür geht sie viel zu sehr auf in ihrem Vollzeitjob als Physiotherapeutin, nutzt die wenige freie Zeit am Wochenende, um Freundschaften zu pflegen.

Und so heißt es am Ende eines Wettkampes eben doch immer mal: „Ippon“ für die andere, also Niederlage für sie. Doch Lena Behrens weiß bestens damit umzugehen. „Wenn man verliert, darf man sich ärgern. Aber das darf nicht alles sein. Man muss darüber reden, was falsch gelaufen ist, aus seinen Fehlern lernen.“ Ebenso sei das mit Siegen. Sie bringen nur weiter, wenn sie analysiert werden, das Positive erkannt und weiterentwickelt werde. Wer könnte das besser fördern als ein guter Trainer. Standen ihr früher Trainer wie Clemens Müller zur Seite, so übernimmt heute ihr Mann Sascha Behrens diesen Part. Sie selbst ist für die JGS auch schon erfolgreich in die Trainerrolle geschlüpft, hat jungen Menschen den „sanften Weg“ gezeigt. Hat sie Tipps für den Judonachwuchs, dass er auch einmal, so wie sie, in der Bundesliga antreten kann? „Junge Judoka sollten viel Erfahrung bei Wettkämpfen sammeln und sich nicht zu früh spezialisieren, sondern möglichst viele Techniken lernen“, rät Lena Behrens. Und ganz wichtig: „Einfach Spaß an Judo haben.“

Wer mehr über die Sportart Judo erfahren möchte, ist beim Familienaktionstag am Sonntag, 18. September, im TSG-Forum am Billwerder Billdeich 607 richtig. Zwischen 9 und 18 Uhr stellen sich die Sparten vor. Lena Behrens wird von 11:30 bis 13:00 Uhr auf der Matte stehen und einen Einblick in die Sportart Judo geben.
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