141 Jahre geballte Denim Power

Als beliebtestes Kleidungsstück vieler Nationen erreichte die einstige Arbeiterhose den Gipfel der Modewelt. Kaum ein Kleiderschrank enthält keine Kleidungsstücke aus dem legendären Stoff Denim. Selbst das Staatsoberhaupt der Vereinigten Staaten Amerikas zeigt sich gern in der Blue-Jeans. In der heutigen Zeit gibt es die Nietenhose in den unterschiedlichsten Kreationen.


Zurück zu den Anfängen der Jeans und seinem Erschaffer


Im 16. Jahrhundert verwendete man in der Stadt Nîmes einen köpergebundenen Stoff, der mit einer Art des Webens produziert wurde, für die Produktion von Segeltüchern. Der robuste Stoff wurde von den Amerikanern als ,,Denim’’ bezeichnet, was auf die Herkunft zurückführen lässt: ,,Serge de Nîmes’’ oder zu Deutsch ,,Gewebe aus der Stadt Nîmes’’. Im 19. Jahrhundert begann der deutsche Stoffhändler und Auswanderer Levi Strauss in den Vereinigten Staaten Arbeiterhosen zu entwerfen. Goldgräber benötigten strapazierfähige Hosen, die ihrem harten Arbeitsalltag stand hielten. Strauss schneiderte ihnen kurzer Hand Arbeiterhosen aus Denim, womit er nicht nur vollste Zufriedenheit erreichte, sondern außerdem zunehmende Nachfrage. Fortan trugen neben den Goldgräbern, Cowboys, Farmern, Holzfällern und vielen anderen, die Denimhose zur Arbeit. Sie wurde von den Amerikanern als ,,Jeans’’ getauft, da ihr eigentlicher Ursprung in Genua /Italien liegt. Daher wurde die französische Form ,,Gênes’’ in ,,Jeans’’ amerikanisiert. Mit der Zeit schlug der Schneider Jacob Davis Strauss vor, die Jeans durch dicke Nähte und Metallnieten widerstandsfähiger zu machen. Strauss und Davis taten sich zusammen und patentierten ihre Produktidee letztendlich 1873. Von da an, zählte die blaue Nietenhose zur perfekten Arbeitsbekleidung.

Rebellion durch Kultobjekt


In den 1930er Jahren stand die Jeans in den USA ganz im Zeichen des Protests gegen konservative Werte und die Autorität der älteren Generation. Die Jeans bezeichnetet man als ,,Blue-Jeans’’, da die Standardfarbe aus der Geburtsstadt Genua Indigoblau war. Man vermittelte mit der Jeans Freiheit, Sportlichkeit, Jugendlichkeit u.ä. Später, nach dem zweiten Weltkrieg brachten amerikanische Soldaten die Hose aus Denim nach Europa, wo bereits Filme mit James Dean, lässig in Jeans, ausgestrahlt wurden. Der Bekanntheitsgrad stieg an, womit eine komplette Jeansäa in den 1960ern nicht mehr aufzuhalten war.
Mit der Zeit etablierte sich die Jeans als gesellschaftsfähiges und alltägliches Kleidungsstück für alle erdenklichen Altersklassen.

Das vielfältige Jeansangebot im Zuge der Zeit


Denim gibt es in Form von allen erdenklichen Kleidungsstücken, wie beispielsweise Hose, Hemd, Jacke in so ziemlich allen Modehäusern in verschiedenen Preisklassen zu erwerben. Sowohl für Mann und Frau, als auch für jung und alt, in Plus-Size oder speziellen Anfertigungen der Jeans in der Umstandsmode, sind die verschiedenen Variationen der Jeans erhältlich. Endlose Farben und Muster stehen dem Konsumenten zur Verfügung, jedoch bleibt die Jeans immer ein klassisches Kleidungsstück, das zu fast allem frei kombinierbar ist.

Seit dem Anbeginn der Jeans tauchte Denim in immer wieder neuen Stilen auf.

• 1930er: Gürtel anstatt von Hosenträgern. Jugendliche zeigten, dass sie sich gegen die Vätergeneration auflehnten.
• 1970er: Schlaghosen auf der Discotanzfläche. Schlagjeans und Plateauschuhe waren der letzte Schrei.
• 1980er: Karotten- und Röhrenjeans in Kombination mit knallbunten Oberteilen und Accessoires.
• 2014: In diesem Jahr feiert die Jeans ihren 141. Geburtstag und ist knackiger denn je. Von den knappen Jeanshotpants bis zur weiten Baggypants ist in der heutigen Zeit alles erhältlich. Zudem kehren Jeanstrends aus den vergangenen Jahren immer wieder in veränderter Form zurück.

In Buttenheim/ Bayern, der Geburtsstadt von Levi Strauss, befindet sich ihm zu Ehren ein Jeans-Museum, wo man sowohl verschiedene Jeansexemplare besichtigen, als auch eine Menge Wissenswertes rund um Denim erfahren kann.
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