VOR MEINEM FENSTER

Draußen ist es immer noch bitter kalt. Ich mag eigentlich gerne raus in die klare Luft. Der Reif hat den Wald, die Hecke, das Vogelfutterhaus, einfach alles, überzuckert. Als nun die Sonne aufgeht sieht es aus als wenn Diamanten strahlen. Vor meinem Fenster mit Blick auf den Hof ist es aber keineswegs sehr ruhig. Da fliegen die Spatzen aufgeregt zwischen Busch und Futterhäuschen hin und her, sie sehen eher pummelig aus. Die schmalen Meisen flitzen richtig durcheinander. Sogar ein Dompfaffpärchen ist gekommen. Der rote Bauch des Männchens leuchtet strahlend vor dem weißen Schnee. Frau Dompfaff mit ihrem hellen Bauch ist da schon schwieriger auszumachen. Dann betritt eine Amsel groß und schwarz mit gelbem Schnabel die Futterhausbühne und streut die Sonnenblumenkerne um sich, viele fallen auf den gefrorenen Boden. Die Spatzen gehen respektvoll auf Abstand zu der Amsel, die Meisen drücken sich mal eben vorbei und holen sich ihre Kerne. Dabei könnten sie sich doch einfach an dem Knödeln laben. Ich habe den Eindruck als wenn sie sich freuen und die Amsel ein wenig ärgern wollen, indem sie vor ihrem Schnabel Kerne "stehlen".Unter dem Futterhaus schleicht unser Kater Kai vorbei, er schaut nach oben, aber das Haus ist so gebaut, daß der Versuch einen Vogel zu ergattern selbst für den frechen Kater nicht lohnend ist. Er zieht weiter und sucht Mäuse oder das vorbereitete Futter zu Hause.
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