Am Kanal entlang von Büchen nach Mölln

Weg am Kanal
Büchen: Elbe-Lübeck-Kanal | Heute möchte ich noch einmal einen wunderschönen Tag Revue passieren lassen. Im August rief mein Sohn mich an und fragte: „Hast Du Lust, am Sonntag mit mir und Hund ein Stück zu laufen?“ Lust hatte ich, Zeit auch und so sagte ich begeistert zu. Doch noch kannte ich nicht unser Ziel. Nach der Frage wohin, erzählte er, dass er schon länger mit dem Gedanken spielte, von Büchen nach Mölln zu laufen, am Elbe-Lübeck-Kanal entlang. „22 Kilometer“, erwähnte er beiläufig. 22 Kilometer auf einen Rutsch ist schon 'ne Ansage. Nach einem Blick auf meinen Hund, der zustimmend nickte, machten wir gleich einen Termin aus.

Treffpunkt: Bahnhof Bergedorf, 11 Uhr. Mit gefülltem Rucksack (Trinken für Mensch und Hund, Hähnchenschenkel, Landjäger und Käse für Mensch sowie Dosenfutter für Hund) standen wir pünktlich auf dem Bahnsteig. Es regnete leicht, doch laut Wetterbericht sollte sich ab Mittag die Sonne zeigen. Der Zug war pünktlich, und mein Sohn winkte mir mit einer Tüte Brötchen
wohlgelaunt zu. Nach kurzer Fahrt erreichten wir Büchen.

Nun ging unsere Wanderung los. Der Nieselregen hatte aufgehört, doch die Sonne ließ noch auf sich warten. Für unser Vorhaben war das Wetter optimal. Ein kurzes Stück durch den Ort, und der Kanal lag vor uns. Er würde jetzt für lange Zeit unser Begleiter sein. Vereinzelt kamen uns Boote entgegen. Fröhlich winkten wir uns zu. Pappeln, Wiesen und Felder begleiteten uns des Weges. Hin und wieder begegnen wir Radfahrern. Ansonsten gehörte die Natur uns. Bald erreichten wir Siebeneichen. Hier ist noch eine alte Seilzugfähre, die Siebeneichen mit Fitzen verbindet, in Betrieb. Nach kurzer Verschnaufpause ging es weiter bis zur nächsten Weggabelung. Da der Magen sich langsam meldete, folgten wir einem schmalen, von Kornfeldern umsäumten Pfad in Richtung Güster. Wir entdeckten eine Bank mit Seeblick und ließen uns dort nieder, um uns zu stärken. Von dort erreichten wir, nachdem wir Güster durchquert hatten, wieder den Kanal. Güster mit seinen vielen Seen ist schön anzuschauen. Nachdem 1981die Kiesgewinnung eingestellt wurde, entstanden aus den Kiesabbauflächen künstliche Seen. Auf der Höhe von Hornbek überquert die Autobahn den Kanal. Dreiviertel der Strecke hatten wir nun hinter uns gebracht. Die Füße wurden schwer und die Schritte kürzer. Wenn unser Blick in die Ferne schweifte, sahen wir nur den Kanal, der sich schnurgerade durch die Landschaft zieht. Unser Ziel Mölln erreichten wir nach fast fünf Stunden. Dort angekommen, gönnten wir uns im Café einen Eisbecher und traten dann mit dem Zug die Heimfahrt an.

Die Wanderung eignet sich auch für den Herbst oder Winter und auch zum Abspecken nach den Weihnachtsfeiertagen, nur sollte man statt des Eisbechers lieber eine heiße Schokolade oder Glühwein trinken.
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