Das Smartphone als Lebensretter

Mit Hilfe von Apps oder Zubehör können Smartphones auch im Medizin-Bereich wertvolle Helfer sein. Sie unterstützen in Notfällen bei der Ersten Hilfe, messen den Blutdruck oder bündeln Patientendaten. In Zukunft können die Mini-Computer für die Hosentasche vielleicht sogar irgendwann die Diagnose übernehmen und gleich eine Behandlung vorschlagen.

Gesundheits Apps fürs Smartphone

Am einfachsten ist es, die Möglichkeiten und Rechenpower des Smartphones zu nutzen, indem man nützliche Apps einsetzt. Zum Beispiel gibt es vom Roten Kreuz eine Erste-Hilfe-App für das Verhalten in Notfällen. Zu wissen, wie man sich in einer Notsituation richtig verhält, kann in manchen Fällen Leben retten.

Besonders für die steigende Zahl von Menschen mit Figur-Problemen sind Diät Apps, die Kalorien zählen und Fitness Tipps geben, eine praktische Methode genau zu überwachen, was sie wirklich essen. Per Schrittzähler im Smartphone kann man genau auswerten wie viel man sich bewegt und per GPS lässt sich die Jogging Strecke exakt speichern. Moderne Smartphones, wie zum Beispiel das Samsung Galaxy S5, besitzen einen Pulsmesser, mit dem man beim Sport den Körper überwachen kann (Quelle).

Zusätzlich gibt es Fitness Armbänder, die per Bluetooth mit dem Smartphone Daten austauschen. Diese überwachen noch zusätzlich die Schlafphasen und errechnen den genauen Kalorienverbrauch. Mit einem Zusatzmodul für ihr Smartphone können Diabetiker mit dem Smartphone auch unterwegs ihre Zuckerwerte bestimmen und diese per App eintragen. So können langfristige Trends und ungewöhnliche Werte erkannt werden.

Das Smartphone als Helfer für Ärzte

Auch für medizinisches Personal werden Smartphones und Tablets immer hilfreicher. Ein Tablet oder Smartphone ermöglicht einem Arzt auf Hausbesuch, jederzeit online die Patientenakten einzusehen, ohne dazu alle mitzuschleppen. In Krankenhäusern und Arztpraxen können Daten von Atem-, Blutzucker-, Blutdruck- oder EEG-Messgeräten per Bluetooth gebündelt und gespeichert werden. Bei der Visite kann der behandelnde Arzt dann ohne viel Papierkram alle Werte schnell einsehen.

Noch in der Entwicklung: Das Smartphone als mobiles Analyse-Center
Derzeit wird daran gearbeitet Pulsmesser in handelsübliche Kopfhörer zu integrieren. Damit soll es dann möglich sein gleichzeitig Musik zu hören und den Puls zu überwachen. So kann man beim Sport genau messen, bei welcher Phase sich der Puls wie stark verändert, ohne viel Zubehör nutzen zu müssen.
Für Ärzte ist sogar ein Ultraschallgerät als Upgrade fürs Smartphone denkbar, mit dem man auch außerhalb der Praxis Ultraschalluntersuchungen durchführen kann. Nach Zukunftsmusik klingt derweil noch die Idee den Gesundheitszustand zu überprüfen indem man auf das eigene Smartphone Display spuckt. Spezielle Sensoren könnten dann zum Beispiel eine Grippe Infektion erkennen.

Hindernisse für den Smartphone Einsatz in der Medizin

Bisher sind vor allem Kompatibilitäts-Probleme erkennbar. Jeder Hersteller entwickelt Lösungen und Apps speziell für seine Systeme. Sinnvoll wäre es jedoch, alle Anwendungen untereinander auch mit jedem Gerät nutzbar zu machen.

Ein wichtiger Punkt ist auch der Datenschutz. Gerade Patientendaten sind hochsensibel und dürfen auf keinen Fall von Unbefugten einsehbar sein. Die Übertragung muss in jedem Fall über sichere Verbindungen stattfinden. Auch die Zuverlässigkeit und Akkulaufzeit ist für den medizinischen Einsatz eine wichtige Eigenschaft.
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