Zurück von der Weltreise – Fernweh

Eigentlich hatte ich gar nicht vor einmal um die halbe Welt zu reisen. Ich wollte lediglich nach meinem mein Englisch bei einem halben Jahr Work & Travel in Australien auffrischen. Nun über ein Jahr später bin ich um zahllose Eindrücke reicher, da ich nun die größten Kontinente der Erde besucht habe.

Work & Travel in Australien

Work & Travel – das bedeutet, dass ich mir mein Geld für den Aufenthalt vor Ort mit verschiedensten Gelegenheitsjobs verdienen musste. Anfangs hatte ich nur wenig Glück mit meinen Jobs. So startete ich zunächst als Kellner in einem netten kleinen Café, deren Besitzerin mir leider nur einen kleinen Obolus zahlen konnte. Da er nicht zum Leben im teuren Australien reichte, musste ich mir etwas anderes suchen.
Ich war im August nach Australien gekommen. Die Haupterntezeit war daher schon vorbei, dennoch bekam ich ein Angebot auf einer Farm mithelfen zu können. Ich musste bei der Fütterung der Pferde und Schafe helfen, durfte aber auch die letzten Spätäpfel und einige Gemüsesorten ernten. Es war eine schöne Zeit, aber auch ein echter Knochenjob, weswegen ich mich schon bald nach etwas Neuem umsah.
Nun war mir das Glück wirklich hold. Ich konnte einen der begehrten Bürojobs in Canberra ergattern. Warum waren sie so beliebt? Weil man eine Menge Geld verdienen kann, ohne sich körperlich anstrengen zu müssen. Die letzten vier Monate meines Australien-Aufenthalts blieb ich dabei und konnte mir so eine ordentliche Summe zusammensparen. Daher kam ich auch auf die Idee meine Reise um ein paar Wochen zu verlängern und weitere Länder zu besuchen.

Von Australien nach Asien

Kaum hatte ich diese Entscheidung getroffen, war mein Flug nach Singapur auch schon gebucht. So nahe würde ich dem asiatischen Kontinent wohl nie wieder kommen, deswegen wollte ich einiges davon sehen. Daher ging es nach einigen Tagen direkt weiter nach Phuket, der thailändischen Hauptstadt. Es ist wunderschön dort und die Landschaften sind malerisch und die Strände verführen einen geradezu ins Wasser zu gehen. Allerdings wollte ich auch von dort recht schnell weg, denn ich hatte fast das Gefühl wieder in Deutschland gelandet zu sein. Es gab dort so viele Touristen, die der deutschen Kälte entflohen waren.
Doch ich hatte auch schon wieder ein neues Ziel im Auge: Hongkong. Der Flug von Phuket nach Honkong dauert gerade einmal etwas über drei Stunden. Von Deutschland aus hätte ich das Vierfache an Zeit gebraucht. Ich würde Jahre brauchen, um all die Eindrücke wiederzugeben, die auf mich in der chinesischen Metropole einprasselten.

Ich kann sagen, dass die Stadt bunt, voll, verrückt und absolut sehenswert ist. Geschlagen wurde diese Verrücktheit nur noch von der Casinostadt Las Vegas in den USA.

Letzte Station: Las Vegas

Mein nächstes Ziel auf meiner Rundreise lautete nämlich die City of Las Vegas im Bundesstaat Nevada. Da meine Ersparnisse so langsam zur Neige gingen, griffen mir meine Eltern bei den Kosten für den Flug über den Pazifik sowie später bei der Rückreise über den Atlantik unter die Arme. Doch zunächst hatte ich noch eine Woche Las Vegas vor mir. Ich übernachtete im Mirage – das Hotel, in dem Sigfried und Roy früher ihre großen Shows hatten. Es liegt direkt am Strip, dem weltbekannten Las Vegas Boulevard, kostet dafür aber überraschend wenig.
Die zahllosen Hotels und Casinos der Stadt bieten in ihrem Innern nicht allzu viel Abwechslung. Überall stehen Automaten, überall versuchen Touristen ihr Glück und überall blinken zehntausende Lichter. Wirklich abwechslungsreich wird es erst, wenn man sich die verschiedenen Komplexe von außen anschaut. Vom Excalibur-Schloss, über die Pyramiden und Sphinx-Statuen des „Luxor“ bis hin zur nachgebauten Freiheitsstatue – architektonisch hat Las Vegas so einiges zu bieten.

Wieder in der Heimat

Nun bin ich wieder zuhause und werde bald mit mein Master-Studium der Wirtschaftswissenschaften beginnen. Darauf freue ich mich schon riesig. Und gegen das Fernweh habe ich mir eine Weltkarte auf Leinwand ins Wohnzimmer gehängt (so eine in blau), um mich immer an die schönen Monate zu erinnern. Ich kann jedem nur dazu raten, sich während oder nach dem Studium Zeit fürs Reisen zu nehmen.
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