Wozu braucht man eigentlich ein Arbeitszeugnis?

Arbeitszeugnis

Früher, als man noch zur Schule gegangen ist, hat man nach jedem Halbjahr ein Zeugnis ausgehändigt bekommen. In diesem wurde stets die Leistung in jedem einzelnen Schulfach des vergangenen Schulhalbjahres bewertet. Auch im späteren Arbeitsleben wird man von seinem Arbeitgeber anhand seiner Leistung bewertet. Sobald das Beschäftigungsverhältnis beendet wird, ob seitens des Betriebes oder aus eigener Entscheidung, hat man einen Anspruch auf ein ordentliches Arbeitszeugnis.

Ein Arbeitszeugnis darf dem Arbeitnehmer niemals schaden. Deshalb haben sich inzwischen vielerlei Floskeln eingebürgert, anhand denen der Arbeitgeber die Wertung in einer stets sehr höflichen Form abgeben kann, selbst wenn die Wertung noch so schlecht ausfällt. So kann die sehr positiv klingende Bewertung am Ende in Wirklichkeit doch sehr negativ ausfallen, ohne dass der Arbeitnehmer dies als solches empfindet.


Worauf achten Personaler bei einem Arbeitszeugnis zuerst?

Da in manchen Unternehmen mitunter sehr viele Bewerbungen eingehen, ist es den Personalchefs nahezu unmöglich, sich jede Bewerbung detailliert anzuschauen. Deshalb wird meist eine grobe Vorauswahl getroffen. Hierzu lesen sich die Personaler häufig erst das Ende des Arbeitszeugnisses durch. Dabei achten sie beispielsweise darauf, ob der Arbeitnehmer selbst gekündigt hat oder ob er gekündigt wurde oder ob das Unternehmen den Austritt des Arbeitnehmers bedauert und ihm für die weitere Zukunft alles Gute wünscht. Erst, wenn das Ende positiv klingt, wird auch der Rest gelesen. Klingt das Ende hingegen nicht überzeugend, wird die Bewerbung mitunter gleich ausgemustert.


Das Arbeitszeugnis – ein Brief mit sieben Siegeln

Viele Arbeitnehmer lassen sich durch das doch sehr positiv klingende Arbeitszeugnis gerne in die Irre führen. So wiegen sich viele in dem Glauben, dass sie ihre Arbeit doch eigentlich gar nicht so schlecht gemacht haben und der Chef am Ende doch mit der Leistung ganz zufrieden war. Am Ende hagelt es aber trotz eines so guten Arbeitszeugnisses auf jede Bewerbung hin immer wieder nur Absagen.

Wer wissen möchte, was genau eigentlich in seinem Arbeitszeugnis steht und welche Wertung er von seinem ehemaligen Arbeitgeber erhalten hat, der hat dank dem World Wide Web die Möglichkeit, sich eingehend zu jeder Formulierung zu informieren. Anhand zahlreicher Floskeln und Formeln lassen sich schließlich die einzelnen Wertungen in Form von Schulnoten (von 1 = „sehr gut“ bis 6 = „ungenügend“) ableiten, mehr dazu dort.

Doch gerade für Laien ist es häufig schwer, das Arbeitszeugnis korrekt zu deuten. In einem Arbeitszeugnis Forum kann man sich daher jederzeit Rat holen, indem man sein Arbeitszeugnis anonymisiert einstellt. Andere Forenmitglieder haben dann die Möglichkeit, die Bewertungen zu deuten.

Weiterführende Informationen auf Zeugnisdeutsch.de
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