Balu´s Weg in unsere Familie

Unser Liebling
p>Manche Wege brauchen kleine Umwege
Na gut, aus der Traum vom Haustier Hund. Unser Sohn hat eine Hundehaarallergie und mein Mann sagt, ein Hund kommt mir nicht ins Haus. Aber so ganz geschlagen geben wollte ich mich nicht und alternativ sind mein Sohn und ich dann ins Geesthachter Tierheim gefahren und haben uns angemeldet, Hunde spazieren zu führen. Da freuen sie die Tiere, die Leute vom Tierheim und wenn Kinder lernen, was da im Heim so ab geht - ist ja auch nicht verkehrt. Gesagt getan, man drückte uns einen kleinen Jack-Russel Mix in die Hand und los. "Er ist nicht so gut verträglich mit anderen Hunden" gab man uns mit auf den Weg. War aber alles o.K., wir hatten einen emotionslosen Hund an der Leine, der froh war, aus seiner Box zu kommen. Das haben wir dann so ein bis zwei mal die Woche veranstaltet. Wir haben fast immer Balu bekommen, dem das aber echt egal war, wer am anderen Ende der Leine hing. Irgendwann hab´ ich gefragt, ob wir den Vierbeiner mal mit nach Hause nehmen dürfen, so wegen der Allergie und so. Kann man ja mal in geschlossenen Räumen besser testen. Alles prima, keine Reaktion bei unserem Sohn und der Hund benahm sich 1A. Ja, und dann haben wir mal ein Wochenende draus gemacht. Balu schlief unten, und der erste morgens, der die Treppe runterkam, war mein Mann. Und da stand ein Balu, der von der Nasen- bis zur Schwanzspitze wedelte und sich freute. "Nee", sagte mein Mann, " den können wir doch jetzt nicht wieder zurück bringen!!" Hurraa, wir haben einen Hund!!
Aus dem "Hurra" entwickelte sich dann doch die ein oder andere Einschränkung. Balu´s Problem mit den Artgenossen war nicht zu unterschätzen und anstatt mal neue (Hunde-) Leute kennen zu lernen, machte dieser Hund uns einsam. Er fand auch ganz doof, wenn Besuch kam. Was mag der kleine Kerl nur vor uns in seinen 3 1/4 Lebensjahren erlebt haben. Leider kann er von seinen vermutlich 4 Stationen vor uns nichts erzählen. Aber die haben ihn geprägt. Nach einem Jahr mit mehr oder weniger Erfolg in der Umerziehung sind wir dann in der Hundeschule Hamwarde gelandet. Auch den Trainer hat er zunächst gehasst - wie alle Männer. Und dann ging harte Arbeit los, 2 Jahre mind. 2X in der Woche in die Schule, das hatten wir uns so nicht vorgestellt. Aber welche Alternative gabe es. Wir hatten einen tollen Familien- und Schmusehund und an dem Aussenauftritt wurde hart gearbeitet. Vielen Dank an John Neugebauer, HS Hamwarde, jetzt Balu´s Lieblings-Guru, ohne ihn hätte ich vermutlich nicht durchgehalten. Heute gibt es immer noch Hunde, die Balu nicht mag, aber wir mögen auch nicht jeden Menschen. Für Besuch haben wir eine Lösung, und außerdem ist der Hund käuflich, für Wurst geht schon mal was. Das wird also auch immer entspannter. Nicht anfassen, nicht ansprechen und nicht angucken, dann klappts. Wir lieben unseren kleinen Tyrann und wollen ihn nicht mehr hergeben, trotz vieler Anfeindungen von außen.
Balu - dein Platz bleibt bei uns!!
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