Das ToM bekommt endlich eine neue Fassade

Die vielen Angebote werden gern genutzt von den Lauenburgern. Foto: W. Reichenbächer
Der Nachbarschaftstreff am Mooring wird gut genutzt

Lauenburg (wre). Auch wenn die Angebote im Treffpunkt Mooring (ToM) vielfältig sind, und gern genutzt werden, von außen wirkt das Gebäude eher abschreckend. Die kaputten Fassadenelementen sind bereits seit Jahren mit einfachen Spanplatten ausgebessert. Doch nun ist Besserung in Sicht. Die Lauenburger Politiker haben sich dafür ausgesprochen, dass die Stadt die Kosten für die Sanierung übernimmt.
„Es werden Glasfaserverstärkte Kunststoffplatten (GFK) zum Einsatz kommen“, sagt Bauamtsleiter Reinhard Nieberg. Sie sollen auch wieder in Senffarben angebrachten werden. „Diese Platten sind sehr stabil, und dürften deutlich länger halten“, ergänzt Nieberg. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit zwischen der Stadt und der Architektin des Hauses. Man stritt sich vor Gericht, ob bei der Planung die Architektin einen Fehler gemacht hätte. Die Platten sind zu dünn ausgelegt, und gehen schnell kaputt. Die Stadt verlor allerdings den Prozess, und muss nun selber in die Tasche greifen, um den Nachbarschaftstreff wieder ansehnlich zu bekommen. Rund 60.000 Euro soll die Sanierung kosten. Auch ToM Leiterin Sabine Vogel ist froh, dass nun endlich Bewegung in die Sache kommt. „Wir würden uns aber natürlich auch freuen, wenn einmal innen alles durchgestrichen würde“, sagt Vogel. „Wir haben schon öfter selber einige Räume in Eigenregie gestrichen, aber eine komplette Renovierung wäre schon schön“, ergänzt die Leiterin.
Ansonsten ist Sabine Vogel mit der Entwicklung des Hauses zufrieden. Die vielen Angebote werden gut genutzt. Man habe extra ein niedrigschwelliges Konzept entwickelt, um möglichst viele Menschen anzusprechen. „Das Publikum ist bunt gemischt“, freut sich Vogel über den guten Zuspruch. Im ToM treffen die verschiedensten Nationalitäten aufeinander. „Unser jüngsten Besucher sind gerade ein Jahr alt, und dann geht es bis in das Rentenalter“, sagt Sabine Vogel.
Angeboten werden neben Kursen und Betreuungen auch immer wieder Hilfen für das tägliche Leben. „Wir leisten auch Hilfe, wenn jemand zum Beispiel Post von der Behörde bekommt, und nicht weiß was er tun soll“, erklärt Vogel. Es werden dann auch schon mal Briefe an die Gegenseite verfasst, oder mit einem Telefonat die Situation geklärt. Das Haus arbeitet auch eng mit den Ämterlotsen zusammen. Diese begleiten dann die betroffenen Personen zur Behörde, um sie direkt vor Ort zu unterstützen.“Wir haben hier ein sehr gutes Netzwerk, das ist sehr hilfreich“, erklärt Vogel. So kann auch bei Sprachproblemen auf die Migrationsberater im Familienzentrum am Graf-Bernhardt-Ring zurückgegriffen werden.
Neben der sozialen Beratung gibt es auch Bastelangebote, ein Lese-Spiel-Projekt für Kinder zwischen ein und drei Jahren, Förderangebote ein Nachbarschaftscafé und ein Frauenfrühstück. Im ToM ist aber auch die Lauenburger Tafel beheimatet, die am Dienstag zwischen 10.00 und 12.00 Uhr, und am Freitag zwischen 11.00 und 12.00 Uhr Lebensmittel an Bedürftige ausgibt. Bekannt ist das ToM auch inzwischen wegen der G-Breaker, die dort regelmäßig trainieren. „Es ist bei unseren meisten Angeboten keine Anmeldung erforderlich, man kann einfach vorbeikommen, und sehen ob es einem gefällt“, lädt Sabine Vogel neue Besucher ein. In Planung sind gerade ein Lichterfest auf dem Bauspielplatz, Adventsbasteln und Märchentage. Auch eine Weihnachtsfeier wird vorbereitet. Weitere Informationen über das ToM und die Angebote erteilt Sabine Vogel unter der Telefonnummer 04153 / 55 98 50.

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