Lauenburg wird Gastgeber der ElbeVeloTour 2013

Kurt Schlicht und Gabriele Seidel sind im Großen und Ganzen mit der Situation für Radfahrer in Lauenburg zufrieden. Foto: W. Reichenbächer
Fehlende Schilder und enge Straße sind in Lauenburg aber immer noch ein Problem

wre. LAUENBURG – Auch im nächsten Jahr werden die Städte Lauenburg, Boizenburg und Bleckede gemeinsam eine ElbeVeloTour veranstalten. Am 8. September 2013 wird Lauenburg dann Gastgeber sein, und das offizielle Rahmenprogramm ausrichten. Auch wird die Siegerehrung dort stattfinden. In diesem Jahr war Boizenburg Gastgeber, und konnte dann auch die Tour für sich gewinnen. „Nächstes Jahr holen wir uns den Pokal zurück“, gibt sich Kurt Schlicht von der Equipe Europa siegessicher. Wie auch in diesem Jahr wird die Gewinnerstadt ein Preisgeld erhalten, mit dem Sportgeräte für Kinder gekauft werden können.
„Boizenburg hat es dieses Jahr einfach besser geschafft, auch die Kinder und Jugendlichen zu motivieren, in Lauenburg konnten nur 7 Kinder gezählt werden“, begründet Schlicht den 2. Platz bei der Tour 2012. Aber im nächsten Jahr soll das anders werden. „Wir wollen an die Schulen gehen, und dort für die Tour werben“, sagt Schlicht. Schade findet es der Radsportler auch, dass sich keiner der Stadtvertreter auf das Fahrrad geschwungen hat, um mitzuradeln. Immerhin ging es ja darum, die Kinder in der Stadt zu unterstützen.
„Wir hatten aber kaum Pannen“, freut sich Schlicht über die zunehmende Qualität der Räder. „Ob nun bei der ElbeVeloTour, oder unsere Ausfahrten mit dem Ortsjugendring, es gibt nicht mehr so viele Pannen wie früher. Die Teilnehmer achten jetzt mehr auf Qualität“, so Kurt Schlicht.
Die allgemeine Situation für Radfahrer müsse sich aber in Lauenburg für die Radfahrer ändern, fordert Schlicht. Eine Umgehungsstraße müsse her, egal wie. Die enge Innenstadt ist für Radfahrer alles andere als Optimal. „Es muss mehr Platz für Radfahrer geben, dazu muss der Durchgangs- und Schwerlastverkehr raus aus Lauenburg“, fordert Schlicht. Dann könne er sich auch vorstellen, dass ein Teil der Straße als Radweg abgeteilt wird. Das Lauenburg nur über teilweise steile Wege nach oben zu erreichen ist, sieht Schlicht nicht als Problem an. „Wir brauchen keinen Schrägaufzug oder Shuttleservice, wer die Strecke nicht schafft, schiebt sein Fahrrad eben nach oben“, sagt Schlicht, und betont, dass alle Kinder bei der Tour vom Ortsjugendring die Strecke im Fahren meistern. Probleme könne es im nächsten Jahr aber Richtung Boizenburg geben, wenn die neue Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal gebaut wird. Es sei noch nicht klar, wie Fahrradfahrer die Behelfsbrücke nutzen können.
Die Radwege hält Schlicht für brauchbar, aber man sehe schon einen Unterschied zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern. „Richtung Geesthacht ist das Gras viel zu hoch, und es wird eng wenn sich zwei Radfahrer begegnen. Hinter der Landesgrenze sind die Wege aber viel gepflegter“, mahnt Schlicht an. Es fehlt auch teilweise an der Ausschilderung. „In Lauenburg biegen viele Radfahrer beim Schwimmbad falsch ab, und nehmen dadurch eine viel schwierigere Strecke in Kauf“, pflichtet Gabriele Seidel zu. Die Leiterin der Jugendherberge kann immer mehr Gäste mit Fahrrädern verzeichnen. „Wir mussten sogar noch einen weiteren Fahrradkeller bauen, der nun kurz vor der Fertigstellung steht“, freut sich Seidel über den Zuspruch. Die Verantwortung für die fehlenden Schilder liegt teilweise bei der Stadt, es werden aber auch immer wieder welche abmontiert und mit nach Hause genommen. „Allein bei der ElbeVeloTour wurden uns drei Schilder geklaut“, sagt Schlicht.
Während der Elberadweg immer mehr genutzt wird, sieht Schlicht beim Weg entlang des Elbe-Lübeck-Kanals ein schwindendes Interesse. „Der Weg wächst langsam zu, für mich ein Zeichen, dass der Weg nicht mehr so genutzt wird“, erklärt Kurt Schlicht. „Die Werbung für den Weg ist auch etwas weniger“, sagt Gabriele Seidel, und sieht ebenfalls den Elberadweg in der Beliebtheit deutlich vor dem Elbe-Lübeck-Kanal.
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