Wie wichtig sind Aminosäuren für unser Leben?

Kurz gesagt: Aminosäuren sind lebenswichtig. Sie müssen in unserer täglichen Nahrung ausreichend vorhanden sein. Denn die organischen Stickstoffsäuren sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Körpers.



Aminosäuren bilden als sogenannte „Monomere“ die Glieder der bedeutendsten Kettenmoleküle („Polymere“) des Lebens: Die Eiweiße. Besteht das Kettenmolekül aus 100 geradlinig verknüpften Aminosäuren sprechen wir von einem Peptid. Sind es mehr als 100 heißen diese Moleküle „Protein“. Für die Entwicklung und das Fortbestehen des menschlichen Organismus sind mehr als 20 000 verschiedene Proteine erforderlich. Diese Vielfalt erzielt der genetische Stoffwechsel durch die Kombination von nur 20 verschiedenen Aminosäuren. Unter diesen sind 8 Aminosäuren essentiell, das heißt, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann.

Viele Formen für viele Funktionen


Jedes Protein nimmt im biologischen System seine nur ihm eigene Gestalt an. Dabei gibt es die Grundform der „globulären“ Proteine, deren Kette sich zu einer Art Klumpen verschlungen hat. Andere bleiben langestreckt und fadenförmig, bei vielen wechseln sich im Polymer-Verlauf beide Bauprinzipien ab. Oft treten mehrere Protein-Moleküle zu Hyperstrukturen zusammen. Proteine sind Enzyme, die unseren Stoffwechsel in Gang halten, andere Aminosäure-Ketten sind Hormone, am bekanntesten aber sind die Strukturproteine: Actin und Myosin bilden die Funktionseinheit der Muskelzellen, Elastin und Kollagen füllen die Matrix des Bindegewebes. Proteine sind Teil der Blutgerinnung und Teil der Zellmembran, wo sie den Stofftransport kontrollieren und die bioelektrischen Impulse der Nervenzellen erzeugen. Proteine bilden auch die Antikörper unseres Immunsystems, ohne das wir rasch an Infektionen stürben. Und Proteine tragen als Hämoglobin den Sauerstoff in alle Körperregionen. Für all das ist der ständige Nachschub von Aminosäuren unerlässlich. Denn unser Körper ist ein Fließgleichgewicht, in dem ein immerwährender Abbau durch einen entsprechenden Aufbau ausgeglichen werden muss.

Organe mit hohem Verbrauch von Aminosäuren


Die verschiedenen Organe und Zellgewebe haben auch einen unterschiedlichen Bedarf an Aminosäuren. Abhängig ist das von der Zellteilungsrate, die bei einigen Organen enorm hoch ist. Unsere Haut regeneriert sich ständig neu und stößt abgestorbene Zellen nach Außen ab („Schuppen“). Haare sind übereinandergestapelte tote Zellen und das Haarwachstum resultiert aus rasant verlaufenden Zellteilungen in der Haarwurzel. Auch die Darmschleimhaut schilfert ständig ihre Oberflächenzellen ab und muss sich von Unten her neu aufbauen. Unsere Muskeln haben dann einen erhöhten Aminosäure-Bedarf, wenn sie durch Arbeit oder Sport gefordert werden. Daher müssen wir darauf achten, dass unsere tägliche Nahrung genug Aminosäuren in Form von Fremdeiweiß enthält. Vegetarier und besonders Veganer sollten viel proteinreiches Gemüse wie Hülsenfrüchte essen, bzw. alternative zusätzliche Amionsäuren (Beispiel) zu sich nehmen.
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