CDU: Kritik an Leermedienabgabe

In der Netzwelt braut sich offenkundig etwas zusammen: Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) plant zum 01.07.2012 eine Erhöhung der Gebühren für für USB-Sticks und Speicherkarten um bis zu 1850 Prozent. Eigentlich sollten die Gebühren nur die Speichermedien in Smartphones treffen, tatsächlich wurde nun eine Erhöhung für alle Speichermedien über die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) veröffentlicht.

Der Aufschrei ist natürlich groß, da grundsätzlich diese Gebührenerhebung zu hinterfragen ist. Begründet wird die Gebühr mit der privaten Nutzung von urheberrechtlich geschützten Daten auf USB-Sticks und Speicherkarten, die pauschal je Einheit und nach Speichergröße erhoben wird. Tatsächlich werden viele Speichermedien z. B. in Digitalcameras eingesetzt, USB-Sticks z. B. für private Dokumente und Bilder genutzt. Das heißt im Klartext: Der Urheber muss eine Gebühr für seine eigenen Daten bezahlen, die er in der Regel selber erstellt hat. Das ist natürlich verkehrte Welt. So müsste im Umkehrschluss die ZPÜ an mich als Urheber je nach Datenmenge eine Ausschüttung bzw. Beteiligung vorsehen.

Das ist bei der ZPÜ natürlich nicht geplant und wohl auch nicht umsetzbar. Vielleicht sollten dennoch alle Nutzer von USB-Sticks und Speicherkarten der ZPÜ bzw. GEMA über einen Rechtsanwalt eine Abmahnung und Schadenersatzforderung wegen Urheberrechtsverletzung zukommen lassen. Nicht die ZPÜ bzw. GEMA produzieren die Daten, sondern wir Urheber.
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