Das Laub auf Geesthachts Straßen ist ein Fall für die Bürger - und für die Stadtreinigung

Mit dem Laubpuster gegen die Blätterflut: Marco Hartge und seine Kollegen von der Beschäftigungsfördergesellschaft sind im Auftrag der Stadt auf dem Friedhof zugange und sammeln auch am Roten Platz und am Alten Bahnhof Laub.
Geesthacht: Straßen | Fegen, kehren, pusten, saugen – überall in Geesthacht geht es in diesen Tagen dem Laub an den Kragen. Zum Beispiel in der Lauenburger Straße. „Ich fege jeden Tag mindestens ein Mal den Bürgersteig“, erzählt Paolo Franco. „Wenn das Laub liegen bleibt und nass wird, könnte es sonst gefährlich werden. Gerade ältere Menschen rutschen schnell mal darauf aus.“

Laub kehren ist Bürgerpflicht

Paolo Francos Einsatz ist genau richtig. Denn laut Geesthachter Ortssatzung sind die Anwohner dazu verpflichtet, den Bürgersteig vor ihrer Haustür oder entlang des Grundstücks sauber zu halten und das Laub zu entsorgen, etwa bei Buhk in Wiershop.

Doch das sehen leider nicht alle Geesthachter so. „Viele kommen ihrer Pflicht über- haupt nicht nach oder kehren das Laub einfach in den Rinnstein“, sagt Frank Meyer, Leiter der Städtischen Betriebe.

Rund drei- bis vierhundert Kubikmeter Laub kehren er und seine Mitarbeiter jeden Herbst von Geesthachts Straßen. „Momentan sind täglich zwei Kolonnen mit Kehrmaschinen und Laubsaugern in Grünanlagen und auf denStraßen unterwegs“, sagt Meyer. Und nicht nur dort – auch auf den Bürgersteigen räumt die Stadt auf, wenn es sein muss. „Bevor es rutschig, schmierig und gefährlich wird, entfernen wir das Laub. Wir nennen das Sonderreinigung, und die geht auf Kosten der Straßenreinigungsgebühr, die jeder Bürger zahlt.

Höhere Gebühren

Was das bedeutet, wird jeder Einzelne demnächst am Geldbeutel merken, wenn die Ratsversammlung am Freitag, 9. November die neue Gebührenordnung beschließt. Dann wird die Reinigungsgebühr für Fahrbahnen und Rinnsteine von 2 Euro auf 2,80 Euro pro Meter erhöht, für die Fußgängerzone von 38 auf 54 Euro.

Damit die Bürger besser mitmachen, bieten die Städtischen Betriebe einen beson- deren Service an: die Big Bag. Ein Anruf unter 131514 genügt, schon wird der große weiße Laubsack vor die Haustür gestellt. „Wir holen ihn auch wieder ab und entsorgen das Laub – alles kostenfrei“, sagt Frank Meyer. Das geht zwar ebenfalls zu Lasten der Straßenreinigungsgebühr. „Doch durch die Mitarbeit der Bürger ist es immer noch die günstigere Alternative.“

Übrigens: Die Big Bags werden nur für Laub im öffentlichen Raum bereitgestellt - zum Beispiel Bürgersteige und Straßen. Für Gartenabfälle gilt dieses Angebot der Stadt natürlich nicht!
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