Norddeutsche Teppichfabrik

Werte Frau Knabe, nicht nur die Auswahl des zweiten Geschäftsführers erzeugt eine gewisse Nachdenklichkeit, Auch der Werdegang bezgl. Übernahme und "Einstampfen" der Norddeutschen Teppichfabrik durch Vorwerk lässt einige Überlegungen zu. Es erweckt für mich den Anschein, dass die Übernahme und die vollmundige Ankündigung von Investitionen und alle guten Absichtserklärungen einzig und allein so durchgeführt wurden, um an die wertvolle und in Fachkreisen bekannte Marke "Nordpfeil" heranzukommen und sich die Rechte hierfür einzuverleiben. Selbst wenn in den knapp zwei Jahren der Führung durch Vorwerk Investitionen getätigt worden sein mögen, so bleiben Zweifel. Große Unternehmen suchen und finden Möglichkeiten, solche Aufwendungen steuerlich geltend zu machen und im Falle des Verlustes diese gewinnmindernd abzuschreiben. Mit normalem Menschenverstand war es für mich ohnehin nicht nachzuvollziehen, weshalb ein Unternehmen, welches den Sitz seiner Flooring-Sparte in Hameln hat, parallel dazu Teile des Sortimentes im (geografisch gesehen) fast nördlichsten Teil unseres Landes fertigen lassen will.

Merkwürdig ist auch, dass sich damals Insolvenzverwalter und Gläubiger erst gar nicht mit dem Angebot eines anderen Interessenten abgegeben haben (der nach meinen Informationen die ganze Geschichte für 5 Mio. Euro übernehmen wollte). Mag sein, dass auch er nach einer gewissen Zeit die Tore in der Düneberger Straße 70 hätte schließen müssen. Meines Erachtens hätte dabei aber wohl mehr für die Gläubiger herausgeschaut als durch die Vorwerk'sche Alternative. Denn Vorwerk hatte meines Wissens Gebäude nur gemietet (wohlweislich erst mal auf zwei Jahre begrenzt) und nur für die Marke und die Vertriebsrechte etwas bezahlt.

Irgendwie bleibt da ein "G'schmäckle" - wie der Schwabe sagen würde.

Auch merkwürdig ist der "Diebstahl" von unbekannten bösen Buben, die alles mitgenommen haben, was einer weiteren Nutzung der Anlagen (für welche Zwecke auch immer) förderlich gewesen wäre. Mag sein, dass es tatsächlich Diebe waren, die die gestohlenen Materialien zu Geld machen wolten.....

Jedenfalls ist durch diese Aktion irgendeine Nutzung der kompletten Anlage mangels Wasser, Strom und Heizung erst einmal unmöglich gemacht worden. DER Investor muss erst einmal gefunden werden, der bereit ist, hier entsprechende Investitionen zu tätigen.

Ich bin der Meinung, dass mit Hilfe eines seriösen Investors bzw. schon vor Jahren mit Hilfe der betreffenden Banken ein Konzept hätte gefunden werden können, um die Produktion (wenn auch in kleinerem Rahmen) fortzuführen. Dass die Marke "Nordpfeil" in Kundenkreisen bekannt und geschätzt wurde und wird, habe ich in vielen Rechercheergebnissen feststellen können. Nicht zuletzt das Verhalten von Vorwerk, welches diese Marke in Besitz genommen hat, zeigt, dass hier ein Zukunftspotential vorhanden war und ist.

Wenn man sich allerdings nun anschaut, was aus der Industrieanlage geworden ist, so macht das nur traurig. Wo einst Hunderte von Menschen ihr Brot verdient haben, pfeift der Wind durch die von gehirnlosen Vandalen zerstörten Fenster und Türen......
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