Eine Tänzerin im Holz

Tänzerin im Holz
Geesthacht: Oberstadt |

Drei Jahre hatte der Fichtenstamm im geesthachter Keller gelagert. Dieser war nicht gerissen, aber gestockt. Eigentlich sollte er als Feuerholz dienen. Der Versuch war es wert, eine Schale daraus zu drechseln. Zur Überraschung kam eine "Tänzerin" zum Vorschein.

Beim Stocken des Holzes entwickeln sich Pilzarten, die im Holz wachsen. Sie ernähren und erhalten sich, indem sie Holzmoleküle aufbrechen. Sporen können die Ästethik und den ideellen Wert des Holzes entscheidend erhöhen.
Das Kennzeichen von gestocktem Holz ist eine schwarze Linienzeichnung in der Maserung, die gelegentlich zusammen mit weichen, hell gefärbten Stellen auftritt. Solches Stocken wird durch Weißfäulepilze hervorgerufen. Jedes, nicht trocken gelagerte Stück Holz, das im Freien liegen bleibt, wird früher oder später von einem oder mehreren Pilzstämmen infiziert. Diese Erscheinungen sind in der abgebildeten Schale aus Fichtenholz gut zu erkennen. Das Produkt wurde am Ende mit Bio-Leinoel getränkt. Erfahrungsgemäß findet dann kein weiteres Stocken statt.
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