Hier werden Fische zum herzhaften Genuss

Jan Pollex (r.) und Klaus Schiefelbein zeigen ihre selbst geräucherten Forellen.
Geesthacht. In ihren blauweißen Hemden sehen Jan Pollex und Klaus Schiefelbein aus, als wären sie just vom Fischkutter gestiegen.

Aber die beiden fahren nicht raus auf die Elbe, wenn sie sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr in ihre Kluft schlüpfen. Nein, sie stellen sich hinter den Tresen ihres urigen Verkaufswagens. Denn: Die beiden Männer bieten auf dem Hof ihres Hauses am Ringweg in Tesperhude selbst geräucherten Fisch an.

"Mein Opa war Fischer in Pommern", erzählt Klaus Schiefelbein (60). "Schon als junger Mann habe ich gern geangelt und Aale geräuchert." Deshalb rannte Jan Pollex bei ihm offene Türen ein, als er vor drei Jahren als neuer Untermieter im großen alten Haus von Schiefelbein einzog und fragte, ob er im Garten einen Räucherofen aufstellen dürfe. Das gemeinsame Hobby ließ die Männer schnell zu Freunden werden. Während Schiefelbein im Vorruhestand ist, stellt Jan Pollex hauptberuflich Möbel her. Der 42- Jährige hat aber tatsächlich in Wesenberg Fischer gelernt. Schnell sprach sich in Grünhof-Tesperhude herum, warum es im Garten von Schiefelbein und Pollex zuweilen so herzhaft rauchig und lecker riecht. "2009 fragte der Bürgerverein an, ob wir auf dem Weihnachtsmarkt im Hudehof einen Stand machen wollen", erzählt Pollex. Als der Verein zum Sommerfest 2010 wieder auf die Tesperhuder zukam, sagten sie sich: "Okay, dann machen wir das jetzt aber richtig." Von einem Fischer erwarben sie ihren Verkaufswagen aus Holz mit eingebauten Räucherofen für 50 Fische. So begann der Hofverkauf, der mehr Hobby als lukratives Geschäft ist, aber dennoch: "Wir haben Stammkunden und auch Vorbestellungen. Die Menschen mögen das Frische, Ursprüngliche", meint Schiefelbein, der pro Woche etwa 10 bis 15 Aale, 25 bis 30 Forellen und einen ganzen Lachs räuchert. Im Juni außerdem Marene. Der Fisch kommt aus Mecklenburg und der Heide.
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Ute Deutschmann aus Geesthacht | 27.09.2011 | 01:54  
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