CDU: Kein Herz für Männer

Sven Minge (36), Ratsherr und Ortsvorsitzender der CDU in Geesthacht
Geesthacht: Rathaus | Für viele Menschen interessant, wie in der Stadt Geesthacht das Thema Gleichstellung gelebt wird. Es wird geworben für Chancengleichheit im Beruf, für keine benachteiligten Lebensbedingungen, sowie für die Gleichstellung bei Kinderbetreuung und Haushaltsversorgung – leider ausschließlich für Frauen. Frauenfragen sind zulässig, verbunden mit der Weitergabe an die Stadtverwaltung oder in die jeweiligen politischen Gremien.

Besonderen Einsatz zeigt die Gleichstellungsbeauftragte u. a. für das Frauennachttaxi, internationaler Frauentag, Frauenquote, Gewalt gegen Frauen, Frauenfest, Bewerbungswerkstatt für Frauen, Girl´s Day, Berufseinstieg für Frauen oder Übung von Vorstellungsgesprächen für Frauen. Nachzulesen u. a. auf der Internetseite der Stadt Geesthacht unter http://www.geesthacht.de

Respekt, in der Stadt Geesthacht gibt es offenbar nur die Randgruppe der Frauen.

Tatsächlich haben Männer im Rahmen einer modernen Gleichstellungspolitik auch Bedürfnisse. Es wird ignoriert, dass Männer eine geringere Lebenserwartung haben, bisher alleine der Wehrpflicht unterlagen, deutliche Nachteile bei einer Ehe-Scheidung hatten und weiter bei der Quotenregelung im öffentlichen Dienst hinten standen.

Ein gutes Beispiel ist das Geesthachter Frauen-Nachttaxi: Leider unterliegen ältere Männer im Stadtgebiet in den Abendstunden auch einem erhöhten Überfallrisiko, welches bisher durch die Gleichstellungsbeauftragte - trotz Hinweis im Fachausschuss - ignoriert wurde.

Traurig ist, dass trotz Frauen-Nachttaxi dennoch Überfälle auf Frauen stattfanden. Die gewollte Frauen-Sicherheit steht damit zur Diskussion, auch weil einige diese Einrichtung als subventioniertes Kneipen-Taxi nutzen.

Unabhängig davon, haben auch behinderte Menschen oder Migranten ebenfalls ein Recht auf eine Vertretung und Gleichstellung in der Gesellschaft, natürlich unabhängig des Geschlechts.

In der Stadt Geesthacht wird aber offenkundig eine feministische Alice-Schwarzer-Doktrin aus den 70er Jahren gelebt. Die Idee des Gender- Mainstreaming wird damit ignoriert und unterwandert, die erstmals 1985 für eine geschlechtsneutrale und gleichberechtigte Entwicklung eintrat. Wichtige Themen, wie z. B. die Stadtentwicklung werden leider dadurch aktuell einseitig behandelt.

Es ist wichtig, dass hier nicht der Eindruck von Frauenfeindlichkeit entsteht.

Tatsächlich ist aber eine Einseitigkeit erkennbar, die so nicht weiter hinzunehmen ist.

Eine Gleichstellungsbeauftragte ist keine Frauenbeauftragte, eine Gleichstellungsbeauftragte ist auch keine Männerbeauftragte.

Ich favorisiere nicht, dass wie im Mai 2011 in der Stadt Gosslar eine Abberufung der Gleichstellungsbeauftragte folgt, wo eine politische Mehrheit eine so genannte Männerbevorzugung festgestellt hat. Ich möchte, dass tatsächlich die Idee der Gleichstellung in der Stadt Geesthacht gelebt wird.

Dazu gehören unbestritten Männer und Frauen, Migranten und auch behinderte Menschen. Über diesen Ansatz sollte unsere – aus Steuermitteln finanzierte - Gleichstellungsbeauftragte einmal nachdenken...
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