Hochwasserschutz für Lauenburg- für die Landesregierung zu teuer?

Kieler Ministerium lehnt wirksamen Hochwasserschutz aus Kostengründen am 21.11.2012 ab.

Anlässlich eines Antrages der FDP-Landtagsfraktion zum Sachstand der Ausgleichsmassnahme Borghorster Elbwiesen/ Öffnung des Leitdammes der Elbe im Bereich Geesthacht/Altengamme fuhren die Geesthachter FDP-Fraktionsmitglieder Gerd Joachim Wendt und Joachim Knüppel zur Sitzung des Umwelt und Agrarausschusses am 21.11.2012 nach Kiel, um als Zuhörer an dieser Sitzung teilzunehmen.
Zumal auch ein weiteres, für Geesthacht und Lauenburg wichtiges Thema: „Auswertung des Anhörungsverfahrens zum Entwurf des Generalplans Küstenschutz für Schleswig-Holstein- Fortschreibung 2012“, auf der Tagesordnung stand.
Nicht mit einem geforderten Bericht, sondern mit einem kurzen Statement ging der Minister auf die besondere Priorität des Hochwasserschutzes an der gesamten Schleswig-Holsteinischen Küste ein.
Auf die Anmerkung eines Ausschussmitgliedes, dass die Bereiche der Elbe in Höhe Geesthacht und besonders der Hochwasserschutz in Lauenburg ebenfalls in den Generalplan aufgrund des Gefährdungspotentials durch Sturmfluten und Binnenhochwasser gehören, wurde dies sofort verneint. Hier lägen rechtliche Bedenken zu Grunde, welche wurden nicht genannt.
Nach vorliegenden Statistiken und daraus resultierenden Berechnungen laufen Sturmfluten und Binnenhochwasser nicht gleichzeitig auf, so Minister Harbeck. Die Grundlage dieser Berechnungen und Statistiken wurde leider nicht erwähnt.
Ein wirksamer Hochwasserschutz der Elbe im Bereich Lauenburg wäre sehr kostenintensiv. Es müssten ca. 20-22 Mio. Euro aufgewendet werden und dieses Geld stände in keinem Verhältnis zu den zu erwartenden Hochwasserschäden sagte Herr Harbeck.
Dies sollte Minister Harbeck bei der jetzigen kritischen Hochwassersituation den Menschen in Lauenburg einmal persönlich sagen.
Bei soviel dargestellter „Bürgernähe“ sollten wir Bürger in Lauenburg und Geesthacht Herrn Harbeck fragen: Lauenburg und Geesthacht muss man nicht lieben, aber dort leben viele liebenswerte Menschen die sich freuen würden, wenn der Hochwasserschutz für diese beiden Städte nicht unter den Tisch eines zuständigen Ministers fällt.
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