SPD-Geesthacht nimmt Stellung zu 5000 € Zuschuss zur Veranstaltungsreihe "Energiewende"

Wann? 10.01.2012 19:00 Uhr

Wo? Umwelt- und Planungsausschuss, Markt, 21502 Geesthacht DE
  Geesthacht: Umwelt- und Planungsausschuss | Das Kunststück der politischen Prioritätensetzung – Beteiligung der Stadt an erster Geesthachter Energiemesse

In den vergangenen Tagen ist es zu vereinzelten Unmutsäußerungen von Geesthachter Bürgern gekommen, weil der Planungsausschuss in seiner letzten Sitzung beschlossen hatte, sich mit 5000 € an einer Konferenz zum Thema Energiewende zu beteiligen. In der Lauenburger Landeszeitung wurde der Eindruck erweckt, dass es sich bei dem Projekt um eine kommerzielle Messe handelt.

Das ist fachlich nicht korrekt.

Die Stadt beteiligt sich finanziell an der Umsetzung einer Projektreihe zum Thema Energiewende. Ein Bestandteil ist eine Messe zu dem Thema – und das ist auch gut so. Wenn wir die Energiewende wollen und wenn wir erreichen wollen, dass wir alle sparsam mit Energie umgehen, dann ist diese Messe ein wichtiger und folgerichtiger Schritt. Hier können Unternehmen, vor allem aus dem Lauenburgischen Umland, zeigen, was für innovative Kräfte in ihnen stecken. Wenn das Ganze dann noch mit Fachvorträgen, Kunst und Kultur angereichert wird, ist das eine gelungene Kombination, die unsere Region voranbringt.

Die Energiemesse hier vor Ort wird einen ihrer Schwerpunkte in der privaten Verbrauchsoptimierung haben. Das ist auch für Privatverbraucher ein interessanter Ansatz, der auf viele Besucher hoffen lässt.

„Allein mit der Schaffung eines Energieausschusses kommt die Energiewende nicht zustande. Da wir aber nicht wollen, dass es bei einem Lippenbekenntnis bleibt, ist diese Veranstaltungsreihe genau richtig und Geesthacht kann sich freuen, dass die Veranstalter (Forum für Kultur und Umwelt im Herzogtum Lauenburg) ihr Projekt hier und nicht woanders machen wollen!“, stellt Torben Obermeit fest. „Das ist eine Standortwerbung, die uns gut zu Gesicht steht! Umso ärgerlicher ist es dann, wenn die öffentliche Wahrnehmung von Halbwahrheiten negativ beeinflusst wird.“

Die finanzielle Unterstützung wird nicht, wie behauptet, aus dem Schuletat sondern aus Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit für Klimaprojekte entnommen – ein Bereich, der von den Schulen in der Vergangenheit laut Auskunft des Stadtkämmerers Peter Wolke kaum genutzt wurde. Kathrin Wagner-Bockey ist es wichtig, dass die Konzepte der Energietagung und auch der Messe vielmehr so ausgerichtet sein sollte, dass auch Jugendliche angesprochen werden. Sinn könnte es deshalb machen, die Schulen bei der Energiemesse einzubinden und vielleicht auch Fachvorträge für Schüler anzubieten. Darüber hinaus hat der Veranstalter zugesichert, den Eintritt für Schülerinnen und Schüler zumindest vergünstigt anzubieten. Hierfür hatte sich insbesondere Torben Obermeit, für die SPD Mitglied im Planungsausschuss, mit Erfolg eingesetzt.

„Ich würde mir wünschen, dass wir neuen Ideen auch mal aufgeschlossener gegenüberstehen und sie nicht gleich zu Anfang klein reden. Wir können in dieser Stadt alle gemeinsam etwas bewegen. Das bedeutet aber auch, Neue Ideen positiv zu begleiten“, sagt dazu Kathrin Wagner-Bockey. „Und: Sehr lobenswert ist doch in diesem Zusammenhang auch, dass die Verwaltung sich schon frühzeitig Gedanken darüber gemacht hat, woher die 5000 € städtische Beteiligung kommen sollen. Die Mittel der Haushaltsstelle für Öffentlichkeitsarbeit zu nehmen, ist zweckmäßig und bedeutet, dass der Haushalt nicht zusätzlich belastet wird. –Besser geht es nicht.“

Für die SPD-Fraktion:
Torben Obermeit und Kathrin Wagner-Bockey
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.