SPD macht Vorschlag zur Ehrung von ehrenamtlich engagierten Bürgern und Kommunalpolitikern in unserer Stadt

Geesthacht: Rathaus | Seit Anfang der 70er Jahre gibt es einen Beschluss, langjährige Ratsmitglieder mit ihrem Ausscheiden aus der Ratsversammlung zu ehren. Dieser Umstand war lange nicht im Focus der Wahrnehmung, weder bei der Verwaltung, noch bei den Parteien. Einer der Gründe hierfür war, dass eine Ehrung mit einer goldenen Medaille der Stadt Geesthacht nur in sehr seltenen Fällen in Frage kam. Das hat sich plötzlich geändert. Ganz Geesthacht spricht plötzlich von den "Goldmedaillen für Kommunalpolitiker".

Zu den Haushaltsberatungen 2012/2013 hat die Verwaltung 10.000 € in der Haushaltsstelle für Ehrungen zusätzlich eingestellt, weil in dieser Legislaturperiode gleich mehrere Politiker aus verschiedenen Fraktionen ausscheiden, die sehr lange der Ratsversammlung angehörten.

Auf der entsprechenden Finanzausschussitzung sahen sich alle Politiker etwas erschrocken in die Augen. Trotzdem wurde der Posten zunächst als Mehrausgabe positiv beschieden.

Die SPD-Fraktion hat sich dann aber auf ihrer Fraktionssictzung am Mittwoch zügig anders entschieden und wird für die Ratsversammlung im Dezember einen neuen Antrag einbringen. Die 10.000 €, die zusätzlich für die Münzen eingeworben werden sollten, wollen wir wieder streichen.

"Grundsätzlich halten wir eine Ehrung für besonders langjährige, ehrenamtliche kommunalpolitische Arbeit in der Ratsversammlung für angemessen und wünschenswert", sagt die stellv. Fraktionsvorsitzende Kathrin Wagner-Bockey dazu. "Aber keiner von uns engagiert sich im politischen Ehrenamt, um am Ende mit einer wertvollen Goldmünze verabschiedet zu werden. Der Wert dieser Ehrung liegt ausschließlich in der Geste der Anerkennung!"
Diese Geste der Anerkennung wollen wir auch beibehalten. Deshalb schlagen wir vor, eine Münze zu prägen, deren Wert ca. 150 € nicht übersteigt.

Samuel Bauer, Fraktionsvorsitzender der SPD ergänzt: "Es wäre dann auch schön, wenn wir diese Ehrung auch anderen verdienten Ehrenämtlern in der Stadt zuteil werden lassen könnten. Im Rahmen des Neujahrsempfangs könnten beispielsweise Bürger geehrt und ihre ehrenamtliche Arbeit besonders gewürdigt werden. Hierzu werden wir einen Vorschlag im Hauptausschuss machen."

Anfang des Jahres muss dann beraten werden, wie wirvdie zusätzliche Bürgerehrung für besonderes ehrenamtliches Engagement organisieren wollen. Es muss ein Kriterienkatalog und ein Rahmen entwickelt werden, um eine gewisse Vergleichbarkeit herzustellen. Dies erfordert natürlich die Abstimmung mit den anderen Parteien und der Verwaltung. Wir sind uns aber sicher, dass es in diesem Bereich zu einer konstruktiven Lösung kommt. Auch die Zeitintervalle zur Ehrung der Kommunalpolitiker sollten sich ändern. In den 70er Jahren war die Ehrung nach 8 und 16 Jahren folgerichtig, da eine Wahlperiode 4 Jahre dauerte. Zwischenzeitlich wird für die Dauer von 5 Jahren gewählt, sodass eine Ehrung nach 10 und 20 Jahren stattfinden sollte.
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