SPD Ortsverein hatte zur Besichtigung der Fischtreppe am Geesthachter Wehr eingeladen

Geesthacht: Wehr | SPD Ortsverein hatte zur Besichtigung der Fischtreppe am Geesthachter Wehr eingeladen

Seit gut einem Jahr ist in Geesthacht die „größte Fischtreppe Europas“ in Betrieb. Anlass für die SPD Geesthacht, eine Besichtigung für SPD-Mitglieder und Interessierte anzubieten.
Am Samstag, den 8. Oktober, war es soweit. Mit der Höchstzahl an Teilnehmern (30 Personen) startete bei regnerischen und windigen Wetter die Besichtigung. Die Teilnehmer der Besichtigung hatten aber Glück, nur ein kleiner Schauer „störte“ die Besichtigung. Zunächst wurden alle Besucher verkabelt: Jeder erhielt ein „Hörgerät“ und einen Empfänger, so dass alle trotz des Elb-Rauschens gut dem Vortrag lauschen konnten.
Begrüßt wurden die Gäste der SPD von einer Vattenfall-Mitarbeiterin, die Funktion, Bau und Betreuung der Fischtreppe erläuterte: Die Bauzeit der Fischtreppe betrug rd. 1,5 Jahre, sie hat 20,0 Mio. € gekostet. Die Geesthachter Fischtreppe ist nicht nur Europas größte Fischtreppe, sie ist auch bisher ein Unikat. Ingenieure an der Uni Karlsruhe haben die ausgeklügelte Technik aus einfließendem und ausfließendem Wasser, Prall- und Schwallwänden sowie ausgefeilter Strömung entwickelt. Die Geesthachter Fischtreppe wird damit Vorbild für viele andere Fischtreppen werden. Rd. 700 Mio. € stehen bis 2027 zur Verfügung, um Fischtreppen an anderen Wehren in (deutschen) Flüssen auf den neusten Stand zu bringen oder erstmalig für die Fische zu errichten.
Die größeren sogenannten Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Fische (das sind die durch die einschlägige EU-Richtlinie geschützten Arten) werden dreimal täglich vermessen, gezählt und mit einem Sender versehen. Zu den geschützten Arten zählen Lachse, Aale, alle Neunaugen und insbesondere der Stör. Die Anlage ist so konzipiert, dass sie nicht nur besonders schwimmschwache oder große Arten wie dem Lachs das Aufwandern zu den Laichgründen ermöglicht, sondern auch das Wiederansiedlungsprogramm für den Atlantischen Stör in der Elbe unterstützt.
Sieben Jahre werden die Fische gezählt, gekennzeichnet und danach ausgesetzt. Die Vattenfall-Referentin bezifferte die Kosten hierfür mit 800.000,- € jährlich. Nach den sieben Jahren wird das wissenschaftliche Begleitprogramm beendet und die Fischtreppe ist nur eine Fischtreppe.
„Das wird bestimmt nicht der letzte Besuch sein – es hat allen sehr gut gefallen, das wird die SPD gerne wiederholen“, dankte der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans-Werner Madaus der Referentin und kündigte einen erneuten Besuch an. Torben Obermeit, Mitglied für die SPD im Planungsausschuss sieht in der Fischtreppe eine weitere Attraktion, mit der viel mehr geworben werden sollte. „Geesthacht ist nicht nur ein innovativer Energiestandort, auch technische Bauwerke wie Schleuse, Wehr, Pumpspeicherbecken und jetzt auch die Fischtreppe gehören in den Fokus gerückt.“
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