Wird Ratsbeschluss zum Fußgängerüberweg in Besenhorst umgesetzt?

Am 13.06. 2014 beschloss die Ratsversammlung einstimmig auf Antrag der FDP Fraktion der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, „im Bereich der Bushaltestelle Besenhorst einen Fußgängerüberweg einzurichten.“ Allerdings stieß dieser Beschluss bei der Verwaltung, hier vor allem im für die Verkehrsaufsicht zuständigen Fachbereich auf wenig Gegenliebe. So hat die Verwaltung gegenüber der FDP Fraktion wie auch dem Landesbetrieb Verkehr in Kiel erklärt, dass die Anzahl der Querungswilligen unterhalb der in den Richtlinien genannten 50 Personen liegt. Zwar gibt es in den Richtlinien auch begründete Ausnahmefälle, diese werden jedoch weder von der Verwaltung noch von der Polizei gesehen.
Um Bewegung in das Thema zu bringen, wandte sich der FDP Ratsherr und stellv. Fraktionsvorsitzende Joachim Knüppel an den FDP Landtagsabgeordneten Christopher Vogt. Auf dessen Wunsch hin fand nun ein Ortstermin unter Beteiligung des Leiters des Landesbetriebes Verkehr (LBV) SH Kiel Herrn Conradt und Frau Ramm, LBV SH Lübeck Herrn Sommerburg und Herrn Hoffmann gemeinsam mit Herrn Specht Polizei Geesthacht, dem Bürgermeister Herrn Manow, Herrn Holler FD öffentliche Sicherheit und Herrn Reddig Verkehrsaufsicht sowie dem Vorsitzenden der FDP- Fraktion Geesthacht Rüdiger Tonn und seinem Stellvertreter Joachim Knüppel statt.
Vor Ort fand eine rege Diskussion über Sinn und Zweck des Antrages und der Notwendigkeit eines Fußgängerüberweges statt. Wiederholt wiesen die Vertreter der FDP besonders auf eine Ausnahmemöglichkeit hin, die jedoch in der Hauptsache vom Vertreter der Verkehrsaufsicht Herrn Reddig nicht gesehen wurde. Es wurden mehrere Varianten einer Querung diskutiert, unter anderem wurde der Hinweis auf die Planungen für den B-Plan Besenhorst gegeben, bei dessen Realisierung die Bushaltestelle Richtung Stadtmitte zurückverlegt und eine Abbiegespur mit Ampelanlage und Fußgängerüberweg geschaffen werden könnte. FDP Ratsherr Rüdiger Tonn fragte, „warum wurde diese Abbiegespur nicht schon beim Bauernvogtsweg eingerichtet“, und kritisierte, dass eine Rückverlegung Richtung Stadtmitte den Abstand zur nächsten Bushaltestelle deutlich verringert. Nach kurzer Diskussion wurde der Vorschlag gemacht, den Knotenpunkt Bauernvogtsweg mit einem Linksabbieger und einer Lichtsignalanlage auszubauen und die Bushaltestelle dorthin zu verlegen.
Herr Conradt nahm diese Anmerkung auf und schlug vor die übriggebliebenen Varianten: Verlegung der Bushaltestelle zum Bauernvogtsweg mit Ampelanlage und Abbiegespur oder Mittelinsel im Bereich der jetzigen Bushaltestelle noch einmal zwischen Tiefbauabteilung der Stadt und LBV SH Lübeck zu besprechen. Für beide Varianten könnte auch eine finanzielle Beteiligung von Land und Bund in Frage kommen. Die Ergebnisse sollen bei einem neuen Termin im Februar besprochen werden.
Für die FDP ist zumindest als Erfolg zu werten, dass die Chance einer Umsetzung des Ratsbeschlusses weiterhin gegeben ist.
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