Schachspieler des VfL Geesthacht wieder erfolgreich

Am zweiten Novemberwochenende startete in Sotschi die Weltmeisterschaftrevanche im Schach zwischen Carlsen und Anand. Und gleich im zweiten Kampf unterlief dem indischen Herausforderer in Zeitnot ein sogenannter Anfängerfehler. Die Spielaufgabe folgte auf dem Fuße.
Wir absolvierten just zur gleichen Zeit ebenfalls unseren zweiten Kampf in der Punktspielrunde der Bezirksklasse Ost, verpatzten diesen aber nicht und kamen in Barsbüttel zu einem 5:3-Sieg über den dortigen SC. Damit kletterten wir auf Rang 2 der Tabelle hinter Lübeck, die allerdings schon drei Kämpfe absolviert haben.
Werner Buhlmann konnte schnell ein Remis erreichen, während Giovanni Lana in schier aussichtsloser Stellung durch Patzer seines um 500 (!) DWZ-Punkte besseren Gegners ein halber Punkt geschenkt wurde. Nachdem Dieter Potschka seinen Stellungsvorteil sicher zum Sieg ausgebaut hatte, kamen wir dem Mannschaftssieg schon deutlich näher, zumal die Lage an den verbliebenen Brettern als positiv zu bewerten war. Einzig unser Nesthäkchen Andreas Breuel, wohl der jüngste Spieler der Liga, mußte sich geschlagen geben. Er wird in seiner ruhigen und ernsten Art seinen Weg noch machen. Es war das zweitemal, daß er überhaupt an einem Kampf teilnahm, der über sechs Stunden gehen kann.
Unser Senior Hanns Hevendehl verwertete dann routiniert seinen Bauernvorteil zum Punktgewinn. Gleiches machte Rüdiger Siemensen. Er zerlegte seinen Gegner förmlich, nachdem dieser seine Stellung lange hatte halten können. Pikant, weil dieser ihm beim letzten Aufeinandertreffen durch einen Überraschungsangriff eine Niederlage beigebracht hatte. Rache ist süß!
Den Siegespunkt brachte Dietrich Gütschow ein, als er nach einem Opfer mit einem Springer im Rückstand, aber klarem Bauernvorteil besonnen blieb und sein Gegenüber angesichts der Bauernwalze zur Aufgabe zwang.
Die Höhe des Mannschaftssieges mußte dann der Kampf an Brett 1 bestimmen. Hier sah Lars Homeyer nach zunächst ausgeglichenem Spiel leichte Vorteile, die es zu verstärken galt. Er tat dies durch eine Opferaktion, die ihm gute Angriffsmöglichkeiten einbrachte, nutzte diese aber nicht konsequent. Sein Gegner konnte ein Gegenspiel mithilfe zweier Läufer entwickeln, das Lars etwas unterschätzt hatte und ihn nach langem Ringen aufgeben ließ.

Bericht von Dieter Potschka
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