Wasser von allen Seiten - Der Lauftreff Geesthacht beim Wattlauf

Wanderung nach Neuwerk
Am 22. Juni 2013 fand die letzte Etappe des 12. EWE Nordseelaufs statt: Von der Insel Neuwerk nach Cuxhaven (Duhnen) bahnten sich gut 800 Läufer und Walker ihren Weg durch das Watt. Auch der Lauftreff Geesthacht war wieder mit 13 Teilnehmern vertreten.

Wie jedes Jahr trafen wir uns bereits am Freitag in Sahlenburg, um bei Ebbe zu Fuß auf dem Wattwanderweg nach Neuwerk zu gehen. Pünktlich zum Start um 15.15 Uhr begann es zu regnen und auf der offenen Fläche des Watts hatten wir zusätzlich mit Windstärke 8 zu kämpfen. Mit Regenjacken ausgerüstet konnte das jedoch keinem den Spaß verderben.

Wir traten unseren Weg an… und schon wenige Minuten später mussten wir Halt machen: Der erste Priel war annähernd 30m breit und das Wasser reichte uns fast bis an die Hüften. Wegen der starken Strömung beschlossen wir noch einige Minuten zu warten, bis der Wasserstand niedriger war. Als wir es zu guter Letzt in Dreierketten auf die andere Seite geschafft hatten, hatten wir uns unsere erste „Prieltaufe“ wirklich verdient. Beschwingt ging es weiter, immer gegen den Wind und den peitschenden Regen. „Wie ein Sandsturm in der Sahara – nur mit Regen.“ Nach 10 km und ca. 2 ½ Stunden Marsch erreichten wir abgekämpft Neuwerk. Dort wurden wir von einem Heuler empfangen. Schnell ging es die letzten Meter zur Unterkunft. Nach einer warmen Dusche und Stärkung wurden Pläne für den folgenden Tag geschmiedet.

Am Samstag wurden wir mit deutlich besserem Wetter beschenkt. Die Sonne zeigte sich und es wurde wärmer. Das war erfreulich, denn unser Lauf startete erst um 18 Uhr. Bis dahin erkundeten wir die kleine Insel. Vormittags kamen auch die übrigen 800 Läufer mit der Fähre an. Der Gasthof Fock hatte für alle Verpflegung und Platz für die Wartezeit vorbereitet.

Wieder begann es pünktlich zum Start der Walker um 17.45 Uhr an zu regnen. Eine Viertelstunde später stürzten sich auch die Läufer ins Watt. Für alle, die das sich ein Laufen im Watt nicht vorstellen können: Der Sand des Wattwanderweges ist verhältnismäßig fest und auch, wenn noch viel Wasser zurückgeblieben war, lief es sich gut! Anstrengend wurde es jedoch, als wir auf einer Strecke von gut vier Kilometern Gegenwind und starken Regen hatten. Dann machte die Strecke eine Kurve, wir hatten Rückenwind und der Regen hörte auch auf. So konnten wir die zweite Hälfte des Laufes genießen. Kurz vor Schluss wartete auf die Läufer eine letzte Herausforderung: 150 m vor dem Ziel war der Boden ein einziges tiefes Schlammfeld – stellt euch Wacken bei Regen vor. Laufen war kaum noch möglich. Nachdem wir uns auch dort durchgearbeitet hatten, ging es noch einige Meter über den Strand und dann kamen wir nach 11,9 km endlich in’s Ziel.

Alle waren erschöpft, aber glücklich. Nachdem alle im Ziel waren, wurden wir sogar noch von einigen Sonnenstrahlen belohnt. Dieses Wochenende war ein großartiges Erlebnis!
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