Eine Woche voller Spaß in Friedrichroda

Alle Lagerteilnehmer auf einen Blick - rund 120 Wölflinge und Pfadfinder aus unterschiedlichen Regionen und Bünden trafen sich im kühlen Tal in Friedrichroda zum gemeinsamen Sommerlager (Foto: Balduinsteiner Kreis)
 
Begrüßung der Gäste aus Tschernobyl (im Hintergrund) (Foto: Anne-Kristin Weinmann)
Friedrichroda: Kühles Tal | Es ist morgens im Kühlen Tal noch ganz schön frisch, wenn gegen halb 8 Uhr die Gitarren durch das Lager tönen, um die Wölflinge und Pfadfinder zu wecken. Mit viel Schwung und einem starken Frühstück ging es in den Tag. Am Dienstag wurde der Wald unsicher gemacht. Gleich zwei verschiedene Geländespiele konnten bei strahlendem Sonnenschein im Wald ihr Geschick bei Robin Hood und ihr Glück bei einem Magic-Kartenspiel erproben. Mit Hilfe von Würfeln konnten sich Elfen, Krieger, Druiden und die Hexe die Lebensbändchen erspielen, um den Sieg um die Herrschaft im Walde zu erlangen. Bei Robin wurden die Kinder zu unterschiedlichen Posten geschickt, ihnen Botschaften und Dinge überbringen, um der Lösung des Spiels näher zu kommen. Und in dem dichten Nadelwald ist es trotz der warmen Temperaturen angenehm kühl. Der Abend klang mit einem heiteren Programm mit diversen Darbietungen aus den unterschiedlichen Gruppen aus. Geführt wurde der bunte Abend von einem begnadeten Moderator und einer internationalen Jury, die den Abend kommentierte und für gut befand.
Der Mittwoch sollte einer der heißesten in den nächsten Tagen werden – Das hat uns sogar dazu verleitet, den Programmpunkt, der eigentlich für den Donnerstag geplant war zu ändern und ihn auf Mittwoch vorzuziehen. Jedoch machte uns Petrus erst Hoffnungen und dann einen Strich durch die Rechnung. Es war auch wirklich warm auf dem Hinweg ins Schwimmbad. Das Schwimmbad verschaffte nach einem guten Marsch über die Hügel und Berge die richtige Abkühlung. Doch leider hielt sich das angesagte schöne Wetter nicht bis zum Schluss, so dass die Abkühlung nicht nur im Wasserbecken erfolgte, sondern mit kräftigen Böen und leichten Regenschauern von oben. Dies tat der guten Stimmung auf der Heimfahrt mit dem Bus keinen Abbruch. Der Abend wurde wieder mit heiteren Bewegungsspielen und der Abendrunde im Fackelschein beendet. In den letzten Tagen zeigte sich auch deutlich, dass trotz der unterschiedlichen Arten ein Lager zu begehen, die Kinder und der pfadfinderische Gedanke im Vordergrund stehen.
Nicht nur Abkühlung und Geländespiele haben das Lager geprägt, sondern auch pfadfindertypische Aktivitäten wurden von den einzelnen Stämmen vorbereitet. In bunt gemischten Gruppen zogen die Kinder von Posten zu Posten und lernten etwas über Knoten, erste Hilfe, Sternenbilder und vielem mehr. Die Pfadfinder konnten am Nachmittag dann auch noch das erlernte Wissen in einem kleinem Wettbewerb unter Beweis stellen. Wer kennt möglichst viele Sternbilder, wer hat eine besondere musische Ader und wer kann mit Hilfe von Waldläuferzeichen einer Spur folgen? Der Abend wurde für manch ein Wölfling ein besonderer Abend, denn an diesem Abend legten einige Wölflinge ihr Wölflingsversprechen ab oder wurden in den nächst höheren Stand aufgenommen. Für den nächst höheren Stand müssen sie im Laufe der Zeit Aufgaben erfüllt haben, die Kenntnisse und Fertigkeiten der Kinder fördern.
Der Freitag hielt für die Lagerteilnehmer noch ein besonderes Highlight parat. Neben einer Stadtrallye durch den Ortskern von Friedrichroda wurde die Marienglashöhle besichtigt. Die Besonderheit dieses ehemaligen Bergwerkes ist das Vorkommen der Marienglas-Gipskristalle, die kaum noch woanders in der Form und Größe erhalten sind. Die besondere Akustik der Grotte und des Bergsees haben eine Gruppe der Pfadfinder dazu verleitet zwei Lieder zu singen und haben damit nicht nur den Besuchern, sondern auch dem Bergmann, der durch die Höhle geführt hat eine Freude bereitet. Der letzte gemeinsame Abend in dieser großen Runde wurde mit einem großen Feuer und vielen fetzigen Liedern begangen. Aber es war auch die Zeit des „Danke“ sagen. Denn ein so großes Lager mit rund 120 Lagerteilnehmern ist nur möglich, wenn die Leiter und Rover ihre Aufgaben kennen und zuverlässig durchführen. Für seine Leistungen in der Lagerküche erhielt der „Chefkoch“ Kilian Eckart (genannt Gitzi) einen Kochlöffel mit der Aufschrift „BSK-Sommerlager 2011 5 Sterne Koch“.
Die erste Woche des Sommerlagers im Thüringer Wald endete am Samstag und für die ersten hieß es Abschied nehmen, denn für die Meuten des Sommerlagers ging es heute wieder nach Hause. Auf dem Lagerplatz verblieb dann noch eine Gruppe von rund 50 Teilnehmern, die sich am Sonntag noch einmal auf 35 reduzierte.
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