Teil 2 - eine weitere Woche voller Action in Friedrichroda

Mit den Gitarren gegen den Regen - mit allen Mitteln wird versucht gegen das nasse Wetter anzusingen - "Hell strahlt die Sonne" hilft immer :-)
 
Die Kuppel mit der Heilquelle im Kurpark von Friedrichroda - aufgrund der tollen Akustik haben wir hier auch noch das ein oder andere Liedchen erklingen lassen (Foto: Anne-Kristin Weinmann)
Friedrichroda: Kühles Tal | Auch die zweite Woche des Sommerlagers des Balduinsteiner Kreises, zu dem auch der Stamm Sönke Nissen gehört, war voller Aktivitäten. Nachdem die Wölflinge verabschiedet wurden und die ersten Sachen wieder verpackt waren wurde die Zeit und die Ruhe genutzt, um sich im städtischen Schwimmbad etwas abzukühlen. Aber die Abkühlung erfolgte nicht nur im Schwimmbad, sondern auch von oben. Ergiebige Regengüsse prasselten in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf die verbliebenen Zelte. Und es sollte nicht der letzte Regenguss bleiben…
Der Sonntag führte die Pfadfinder abermals nach Friedrichroda und zwar zum Gottesdienst. Dort wurde gemeinsam mit der Gemeinde gesungen und nach der Andacht wurden wir auch noch vom Gemeindepastor zu einem Mittagessen eingeladen. Damit aber nicht genug. Da es am Nachmittag für die meisten Gruppen auf den Hajk (Wanderung in Gruppen mit unterwegs zu erfüllenden Aufgaben) ging, führte uns der Gemeindepastor Steffen Klug noch zu der Heilquelle von Friedrichroda sowie in eine Eisdiele, um die nötige Einkehr und Stärkung zu verschaffen.
Am Nachmittag wurde es Ernst. Die Gruppen machten sich fertig für die Wanderung. Ziel für den nächsten Tag war der Parkplatz an der Grenzwiese, wo sich alle Gruppen wieder einfinden sollten, damit sie alle noch mal die nahegelegene Sommerrodelbahn bezwingen konnten. Die jüngeren Pfadfinder, die noch nicht so lange dabei waren gingen noch nicht auf die Wanderung, sondern richteten sich in der Nähe vom Lagerplatz einen Biwak ein, in dem sie die Nacht verbracht haben. Erst am nächsten Morgen ging es dann auch für sie auf den „Kleinen Inselsberg“.
Im strömenden Regen trafen alle Gruppen am vereinbarten Ort am Montagnachmittag ein. Die Küche hatte für alle Hot Dogs zur Stärkung mitgebracht. Ein gutes Essen, um sich die Laune nicht von dem miesen Wetter verderben zu lassen. Hier berichteten die ersten Gruppen auch von ihren Erlebnissen und Übernachtungsorten. Die Gruppe mit den älteren Jungs ist mit der Bahn sogar bis nach Eisenach gefahren, um die Drachenschlucht und die „Hohe Sonne“ zu bezwingen. Natürlich kommt man in Eisenach nicht an der Wartburg vorbei ohne sie zu mindestens von außen besichtigt zu haben. Den Fußmarsch bis zur Grenzwiese schafften sie zwar nicht bis zur vorgesehenen Treffpunkt, aber in einer beachtlichen Zeit. Mit den Jungs ging auch der Regen und die Sonne zeigte sich wieder von ihrer besten Seite. Aber sie konnte sich nicht bis zum Abend halten. Trotz der immer wiederkehrenden Regenwolken ließen sich die Lagerteilnehmer den Tag nicht verderben.
Der Abend und der folgende Tag wurden dazu genutzt, die Eindrücke und Erlebnisse in den Hajkbüchern nieder zu schreiben und diese auch noch farblich zu gestalten.
Nach den langen Strapazen war Dienstag der Tag des Ausschlafens. Bis um halb 11 Uhr wurde das Frühstücksbuffet bereitgestellt.
In einer feierlichen Runde im abendlichen Fackelschein bekamen Hannah König, Seija und Mascha Ballhaus das blaue Halstuch verliehen und damit in den Stand der Jungpfadfinder aufgenommen.
Mittwoch musste dann doch wieder früher aufgestanden werden, da Termine einzuhalten waren. Verabredet waren die 35 verbliebenen Pfadfinder mit dem Stadtführer Dieter Röckert in Erfurt, der viel über die Geschichte Erfurts zu erzählen wusste. Am Nachmittag gab es dann noch eine Führung durch den Erfurter Dom. Die Pfadfinder bedankten sich für die Führung mit ein paar fröhlichen Liedern und einer atemberaubenden Akustik im Dom.
Nun aber schnell nach Hause und die Zelte abbauen und den Platz in Ordnung bringen. Die letzte Nacht wurde nämlich im Gemeindezentrum der Kirche in Friedrichroda verbracht, damit der Weg zum Bahnhof am nächsten Morgen nicht allzu lang ist. Was auch sehr gut war, denn der Abschlussabend wurde sehr spät. Hier durften alle Gruppen noch ihre Lieder, die sie auf dem Hajk geschrieben haben, darbieten.
Der nächste Morgen fiel vielen schwer. In vielfacher Hinsicht. Zum Einen war da der wenige Schlaf und alle hätten sich ein, zwei Stunden mehr davon gewünscht, zum Anderen war da der Abschied von den anderen Gruppen. Es haben sich viele neue Freundschaften in den vergangenen 12 Tagen entwickelt und auch alte Freundschaften wurden vertieft. Die Lagerleitung bedankte sich bei allen Lagerteilnehmern und bei allen beteiligten Gruppenleitern für das gemeinsame Lager. Ein zartes Pflänzchen namens Gemeinschaft wurde gesät, um mal ein stattlicher Baum zu werden, auch wenn viele hundert Kilometer die einzelnen Gruppen trennen.
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