Wichtige Voraussetzungen für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren

 
SEPA Lastschriftverfahren

Es gibt bestimmte Voraussetzungen, die für eine SEPA-Lastschrift eingehalten werden müssen. Dies ist notwendig, dass keine Zahlungen einfach so abgebucht werden können ohne die Zustimmung des Zahlers. Damit werden Betrugsversuche verhindert. Eine wichtige Voraussetzung für ein SEPA-Basis-Lastschriftverfahren ist die individuelle Kennung zur Identifizierung.

Individuelle Kennung zur Identifizierung

Der Zahlungsempfänger muss eine individuelle Kennung zur Identifizierung besitzen. Diese Kennung nennt sich Gläubiger-Identifizierungsnummer. Diese Nummer ist zwingend notwendig, damit sich die Zahlungsempfänger identifizieren können. Der Kontoinhaber muss diese Gläubiger-Identifizierungsnummer auf der Homepage der Deutschen Bundesbank beantragen. Dabei bedeuten:

- die ersten beiden Buchstaben (zum Beispiel DE) – der ISO Ländercode
- die ersten beiden Zahlen – Prüfziffer
- die nächsten drei Buchstaben – der Business Area Code
- die restlichen Zahlen – das nationale Identifikationsmerkmal.

Die rechtliche Legitimation

Das Mandat ist die rechtliche Legitimation von SEPA-Lastschriften. Dieses Mandat verlangt:

- die Zustimmung des Zahlers gegenüber dem Zahlungsempfänger zum Einzug fälliger Forderungen per Lastschrift
- die Weisung an die Zahlstelle zur Einlösung (enthält die Belastung seines Zahlungskontos)

Die Aufbewahrung der Mandate erfolgt sowohl beim Zahlungsempfänger und beim Zahler. Die SEPA-Lastschriften haben übrigens die bisherigen Einzugsermächtigungen abgelöst. Bestehende Lastschrifteinzüge aufgrund einer Einzugsermächtigung haben natürlich weiterhin Bestand und mussten nicht in SEPA-Lastschriften umgewandelt werden. Nur bei Neuverträgen wird der Zahlungsempfänger den Zahler um ein Lastschriftmandat bitten.

Vorgegebener Mandatstext

Jedes einzelne Lastschrift-Mandat besitzt einen vorgegebenen Mandatstext. Dieser Text beinhaltet:

- Ermächtigung des Kontoinhabers, Zahlungen von seinem Konto per SEPA-Basis-Lastschrift einzuziehen
- Anweisung des Kontoinhabers an die Bank, die Lastschrift einzulösen
- Empfänger-Name
- Gläubiger-Identifikationsnummer des Empfängers
- einmalige oder wiederkehrende Zahlung (Angabe)
- Name des Zahlungspflichtigen
- Angabe der Bank des Zahlungspflichtigen
- IBAN des Zahlungspflichtigen
- BIC des Zahlungspflichtigen.


Referenz für das Mandat

Jedes einzelne Mandat erhält eine Nummer. Zugeordnet wird diese Nummer vom Zahlungsempfänger. Diese Nummer kann zum Beispiel sein:

- eine Rechnungsnummer
- eine Kundennummer


Diese Mandats-Referenznummer ermöglicht dem Zahler, die Belastungen auf seinem Girokonto abzugleichen.

Die Informationspflicht des Zahlungsempfängers

Bevor der erste Zahlungseinzug stattfindet, muss der Zahlungsempfänger den Zahler über die Höhe und den Termin des Einzuges der Lastschrift informieren. Dies kann zum Beispiel anhand einer Rechnung mit einer Fälligkeitsangabe erfolgen.

Änderungen

Die Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrsraums hat den EURO-Zahlungsverkehr in Deutschland und ganz Europa einfacher, sicherer und schneller gemacht. Auch die Verbraucherfreundlichkeit hat zugenommen. Insgesamt 34 europäische Länder nehmen an SEPA teil. In nächster Zeit stehen Änderungen an:

- die EURO-Überweisungen und EURO-Lastschriften werden durch SEPA-Produkte in Nicht-Euro-Ländern abgelöst
- SEPA-Regelbuch Änderungen.

Per SEPA-Lastschrift bezahlen

Es gibt einige Zahlungsempfänger, die nur die Zahlungsart SEPA-Lastschrift akzeptieren. Meistens handelt es sich um Ämter, die einen wiederkehrenden Betrag einziehen wollen. Das Finanzamt ist beispielsweise so ein Amt. Die Vorteile für den Zahler und den Zahlungsempfänger sind dabei:

- europaweite Möglichkeit der SEPA-Lastschriften
- die Abwicklung ist sehr preiswert
- die Auftragserteilung ist beleg-los
- einheitlicher Standard sowohl in der Abwicklung als auch im Datenformat
- festes Datum der Fälligkeit mit vorheriger Information des Zahlungspflichtigen
- Lastschrift muss fünf Tage vor Fälligkeit bei der Zahlstelle vorliegen
- Darauffolgende Zahlungen müssen mindestens zwei Tage vor Fälligkeit vorliegen
- Widerspruch gegen SEPA Lastschrift innerhalb acht Wochen nach Kontobelastung möglich
- ohne gültiges SEPA-Mandat kann Zahler innerhalb dreizehn Monate nach Belastung eine Erstattung verlangen.
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