Der Weg zum eigenen Boss

  Der Wunsch eines jeden Arbeiters ist es mal sein eigener Chef zu werden. Denn der Gedanke, dass wir uns die Arbeit selber einteilen kann, weniger Stress haben und mehr Verdienen klingt sehr verlockend. Doch wie wird man zum eigenen Boss und sind die Fakten tatsächlich so positiv, wie wir immer vermuten?

Als freier Mitarbeiter sein eigener Chef werden

Der einfachste Weg sein eigener Chef zu werden ist der Weg zum Freiberufler oder auch „Freelancer“ genannt. Um Freier Mitarbeiter zu werden ist es wichtig, einen anerkannten Beruf auszuüben, der vom Finanzamt als „selbstständige Tätigkeit“ anerkannt wird. Aber prinzipiell gilt, dass jeder Freelancer werden kann, solange das Finanzamt den Antrag genehmigt. Für diesen Antrag werden natürlich Referenzen verlangt, die der Freiberufler ausüben kann und weiterhin will. Demnach kontrolliert das Finanzamt den Antrag und sobald es bestätigt wurde, ist man zunächst seiner eigener Chef. Ab jetzt heißt es, sich auf den Markt zu bringen und an neue Aufträge bzw. Projekte zu gelangen. Das ist oft nicht einfach, denn ein „Tür zu Tür“ klingeln mag niemand, daher bieten sich Vermittlungsportale für Freelancer gut an. Dort besteht die Möglichkeit seine Stärken und Referenzen in einem Ausschreiben zu veröffentlichen, sodass Unternehmen auf den Freiberufler aufmerksam wird. Bis dahin ist man sein eigener Chef.


Viel Arbeit oder viel Freizeit?

Ist man erstmal an einen Auftrag rangekommen, kann man sich die Zeit, die man dafür „opfert“ selber einteilt, das ist ein Vorteil des freien Mitarbeiters. Der andere Vorteil ist es, dass man die Arbeit auch aufs Wochenende von zu Hause aus legen kann. Hauptsache das Ergebnis wird am Abgabetermin so vorgelegt, dass der Auftraggeber zufrieden ist und der freie Mitarbeiter sein finanzielle „Belohnung“ erhält. Eher stressig werden es, wenn mehrere Aufträge in einer kurzen Zeitspanne ins Haus flattern und die Abgabetermine im fast identischen Zeitraum liegen. Dann ist natürlich stress angesagt und somit kaum Freizeit für den Freelancer übrig. Jedoch macht sich das auch am Konto wieder gut, wenn der Verdienst anklopft. Für die Psyche und das eigene Ego belastend, ist es, wenn man als Freelancer eine lange Durststrecke hat und sich keine Aufträge in unmittelbarer Zeit ankündigen. Dann ist es wichtig immer einen Plan B parat zu haben, um nicht in Existenzängste oder gar schlimmer in Depressionen zu verfallen.

Deswegen gilt: Nur wer seine Arbeit strukturiert plant, der kann auch von Erfolg gekrönt werden.

Darauf ist zu achten

Als Freelancer übt man keine Gewerbetätigkeit aus d.h. es werden lediglich Dienstleistungen und keine Produkte angeboten. Sobald es sich um Produkte handelt wird gewerblich gehandelt und der Freelancer macht sich verantwortlich. Denn als freier Mitarbeiter besteht das Glück, dass man keine Gewerbeanmeldung und somit keine Zahlung der Gewerbesteuer leisten muss, keinen Eintrag in der Handelskammer hat und ebenso kein Mitglied der IHK ist und keine Abgaben der Bilanz und ebenso keine doppelte Buchführung tätigen muss. Es gilt aber auf folgende Dinge zu achten:

• Als Freiberufler muss man sich beim Finanzamt melden und um eine neue Steuernummer für selbständige Tätigkeiten bitten
• Es dürfen keine Produkte verkauft werden, sondern nur Dienstleistungen
• Man muss sich selbständig um die Umsatzsteuervoranmeldung und die eigene Krankenversicherung kümmern

Sobald diese Punkte abgearbeitet wurden, steht dem freien Mitarbeiter nichts mehr im Wege!

Zusammengefasst

Es lässt sich also sagen, dass zwar der Weg zum Freelancer einfach ist, aber auch damit gerechnet werden muss, dass nach einem Hoch auch ein Tief folgen kann, aber nicht zwingend notwendig muss. Der Vorteil, sich die Arbeit selbst einzuteilen und auch mal die Arbeit auf andere Tage zu verschieben ist ein deutlich positiver Aspekt. Ebenso das Arbeiten von zu Hause aus, wirkt sich positiv auf die Psyche und den Körper aus. Sein eigener Chef zu sein kann schon sehr verlockend sein.
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