Spinnmilben auch in diesem Jahr wieder weit verbreitet

Spinnmilben sind in Deutschland und Mitteleuropa sehr stark verbreitete Schädlinge. Das Hauptproblem ist, dass sehr oft ein Befall durch Spinnmilben gar nicht, oder zumindest nicht rechtzeitig erkannt wird, da Spinnmilben sehr klein sind. Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Spinnmilben.
Die Gemeine Spinnmilbe (lat. Tetranychus urticae) wird ca. 0,5 Millimeter groß und hat acht Beine. Der Körper ist entweder gelb oder rötlich gefärbt und rund. Die gemeine Spinnmilbe ist die am häufigsten vorkommende Spinnmilbe in Deutschland. Des Weiteren gibt es noch die Orchideen-Spinnmilbe (lat. Tenuipalpus pacificus), die Kakteen-Spinnmilbe (lat. Brevipalpus russulus) und die Gewächshaus-Spinnmilbe (lat. Brevipalpus obovatus). Diese Spinnmilbenarten kann man unter anderem daran erkennen, dass diese keine Gespinste ausbilden, wie es etwa die Gemeine Spinnmilbe tut. Besonders wohl fühlen sich Spinnmilben bei trockener Wärme, wie es etwa in geschlossenen Räumen zur kalten Jahreszeit bei Heizungsluft der Fall ist.

Das Schadbild bei Befall durch die Spinnmilbe

Einen Befall durch den Schädling kann man daran erkennen, dass etwa die Blätter der Pflanze mit feinen hellen Punkten versehen ist. Häufig wird irrtümlich angenommen, dass es sich dabei um eine Mangelerscheinung der Pflanze handelt. Bestäubt man jedoch die Pflanze leicht mit Wasser, so kann man die feinen Gespinste erkennen, welche die Spinnmilbe erzeugt hat. Die hellen Stellen auf den Blättern entstehen dadurch, dass der Schädling die Blätter mit einem stachelartigen Saugorgan ansticht und beginnt das Blatt auszusagen. Dadurch beginnen die betroffenen Stellen auszutrocknen, da der Pflanzensaft ausgesaugt wurde. Wird nichts gegen den Schädling unternommen, so trocknen die Blätter je nach Befallstärke und Befallszeit aus.

Bekämpfung der Spinnmilbe

Ist der Befall nur leicht, so kann man diesen dadurch stoppen, indem man die Pflanze mit einem Wasserstrahl, etwa unter der Dusche, abspritzt. Um die Erde vor zu viel Feuchtigkeit zu schützen, kann man den Top beispielsweise mit einer Plastiktüte zubinden.
Anschließend kann man die Pflanze mit etwa mit einer Mülltüte so zuschließen, dass diese oberhalb des Stengels luftdicht verschlossen ist. Die so verschlossene Pflanze sollte man mindestens eine Woche so stehen lassen. Durch die Mülltüte entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit, worauf die Spinnmilben sehr empfindlich reagieren. Nach einer Woche sollten die Spinnmilben abgestorben sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die so abgebundene Pflanze mindestens 10 Tage stehen lassen.
Bei starkem Befall kann man auch auf Insektizide zurückgreifen. Hier bieten sich beispielsweise Pflanzenschutzstäbchen an, welche man einfach in die Erde stecken kann. So kann die befallenen Pflanze die Insektizide über die Erde aufnehmen und vergiftet so die Spinnmilben. Natürlich sollte dies nur bei Zierpflanzen angewendet werden. Wer z.B. Kräuter oder Gemüse von Spinnmilben befreien möchte, der sollte auf sogenannte Raubbmilben setzen. Diese sind natürliche Feinde der Spinnmilben und können beispielsweise im Baumark gekauft werden.
Weitere Infos zur Spinnmilbenbekämpfung findet man hier
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