Die zwei Gesichter der Deutschen Post

Einwandfreies Exemplar am Rungedamm
Kürzlich stand in der Bergedorfer Zeitung eine „dpa – Meldung“, nach der die Deutsche Post den operativen Gewinn stärker als erwartet auf 562 Millionen Euro mehr als verdoppeln konnte.

Schon in der „guten, alten Zeit“ verstand wohl jeder unter „Post“ Begriffe wie Service, erfolgreich, korrekt, sauber etc. - doch wenn man heute mal auf die Straße geht, dann wird der positive Eindruck brutal zerstört.

Ich habe eine kleine Rundtour gemacht und die rar gewordenen Standorte der Briefkästen gesucht.
Vor der Geschäftspostannahme am Rungedamm stand ein schön anzusehendes gelbes und auch sauberes Exemplar in das bestimmt jeder Kunde gerne seine Post einwirft.


Doch ansonsten fand ich überwiegend Briefkästen in einem erbärmlichen Zustand. Sie stehen in der Lohbrügger Landstrasse, Ludwig-Rosenberg-Ring, Binnenfeldredder, Bodestrasse, Am Langberg und am Lohbrügger Markt. Es ist schwer, die richtigen Worte für diese Schrottkästen zu finden und nur die beigefügten Bilder sagen genug darüber aus.
Wenn meine Frau und ich z.B. Briefe oder liebevoll gestaltete Gratulationskarten - vielleicht sogar in gefütterten Kuverts - in derartige Behälter einwerfen wollen, dann sträuben sich automatisch die Nackenhaare. Ich bin überzeugt, dass es vielen Post-Kunden genauso geht.

Laut gesetzlicher Regelung in der „Post-Universaldienstleistungsverordnung - § 2 Qualitätsmerkmale der Briefbeförderung“ hat die Post „zur Einlieferung von Briefsendungen geeignete Vorrichtungen“ zu bieten. Leider findet man in der Verordnung keinen Hinweis auf die Bauart und den Zustand der Kästen.
Vorbildlich hat sich seinerzeit der Automobilhersteller AUDI verhalten. Er hatte sehr schnell erkannt, dass verzinktes Material wetterfest ist und damit für sehr lange Zeit keinen Rost ansetzt.

Über diese Situation zu berichten birgt natürlich die Gefahr, dass die bemängelten Kästen nicht etwa erneuert werden, sondern endgültig aus dem Blickfeld der Kunden verschwinden. Die Reduzierung der bisherigen Standorte ist ja ein warnendes Beispiel.

Die Deutsche Post mag noch so tolle Daten in die Welt posaunen, in Sachen Briefkästen hat sie sich gefühlt zu einem Schrottladen entwickelt.

Ein Klick auf die Fotos vergrößert das rostige Elend.
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1 Kommentar
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Heinrich Wollitz aus Lohbrügge | 14.09.2011 | 23:02  
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