50. Kirschfest in Rastenberg, Thüringen

Eine Hofdame des Laubkönigs
 
Dei Gründelslochfee Nadine I. aus Kindelbrück und die Salzprinzessin aus Artem
  Rastenberg: Rastenberg | Die Stadt Rastenberg liegt inmitten eines großen Obstanbaugebietes im Kreis Sömmerda von Thüringen. Zum 50. Jubiläum des alljährlichen Kirschfestes hat man sich alle Mühe gegeben, ein Großereignis daraus zu machen. Die Kirschfestprinzessin Franziska I. erzählt, dass man mit den Vorbereitungen schon vor 2 Jahren angefangen hat. Der Bürgermeister Uwe Schäfer war dabei ebenso aktiv wie sie selber. Ein Fest dieser Größenordnung will gut durchorganisiert sein, und da haben sich offensichtlich viele Rastenberger mit eingebracht. Die Stadt war mehr geschmückt, als ich das andernorts gesehen habe, das Fest wurde überall im Landkreis mit Bannern angekündigt. Häuser waren geschmückt mit Kirschen, Wipfeln und Spruchbändern. Die Bevölkerung so stark zu aktivieren ist schon etwas Besonderes. Einen Artikel der Thüringer Allgemeinen findet man hier.

4 tolle Tage

Das Fest ging über 4 Tage. Ein Fußballmatch, bei dem die Kirschfestprinzessin den Ball anstieß war ebenso Teil der Veranstaltung wie die stimmungsgeladenen Abende im Festzelt sowie draußen. Am Samstag, 12.07.2014 lief parallel zu den Bands im Festzelt draußen noch eine Party mit RTL 89.0

Auf dem Platz vor dem Festzelt war ein Rummel aufgebaut, aber erstmal eins nach dem anderen.

Der große Festumzug fand am Samstag statt. Dazu eingeladen waren diverse Hoheiten, die die Einladung gerne annahmen. Ich hatte als Königin der Texte aus Hamburg mit Abstand den weitesten Weg. Die Gründelslochfee Nadine und ihre Familie hatten mich nach Kindelbrück eingeladen und mir ermöglicht, die Woche dort zu bleiben, so dass wir das Kirschfest in Rastenberg gemeinsam besuchen konnten. Ich lernte auf diese Weise einiges von Thüringen kennen, was mir erlaubt Artikel zu schreiben und musste die 5 Stunden Fahrt nicht zweimal auf mich nehmen. Eine ganze Reihe Hoheiten kamen zum Kirschfest nach Rastenberg.

Am Treffpunkt gab es ein fröhliches Wiedersehen. Die meisten Hoheiten kannte ich schon von früheren Begegnungen. Ich spreche nicht von "Königinnen", denn wir hatten auch den Laubkönig mit seinen Hofdamen dabei und den Wippertus von Kölleda, der einen Kirchenvertreter darstellt. Zudem die Salzfprinzessinund die Gründelslochfee, Prinzessinnen, Königinnen… eben Hoheiten, Symbolfiguren.

Nach der Begrüßung fuhr uns der Bus einer Delegation aus dem Schwesterort Rastenfeld in Österreich zum Waldschwimmbad. Wir Hoheiten gaben der Siegerehrung einen feierlichen Rahmen.

Auf der Treppe posierten wir anschließend mit den Urkundenträgern.

Vom Schwimmbad ging es zurück zum Treffpunkt, wo wir etwas essen konnten. Original Thüringer Bratwürste natürlich.

Dann stellte sich auch bald der Umzug auf. Es gab 35 "Bilder". Eines davon waren wir Hoheiten. Andere stellten mittelalterliche Bäcker, Bauern, Feuerwehrbrigaden und anderes dar. Der bunte Umzug bewegte sich im Zickzackkurs durch die 2.700 Einwohner Stadt. Der ganze Ort machte einen sehr gepflegten Eindruck.

Entlang der Straße standen die Bewohner, oder sie hatten es sich mit Gartenstühlen und Getränken bequem gemacht.

Die Hoheiten waren natürlich eine große Attraktion. Für die galt lächeln und winken. Manche verteilten Autogrammkarten, Flyer und Süßigkeiten.

Der Wippertus aus Kölleda wurde immer wieder persönlich begrüßt. Bekannt wie ein bunter Hund.
Der Zug schlängelte sich durch die von Zuschauern gesäumten Straßen, mal bergauf, mal bergab und schließlich den Berg hinauf zum Festplatz. Die ersten Rückkehrer kamen uns bereits entgegen.

Dann zogen wir Hoheiten in das Festzelt ein, in dem sich bereits viele Leute drängten.

Der Bürgermeister in seinem mittelalterlichen Kostüm begrüßte die Gäste und Hoheiten, die sich einzeln vorstellten. Vor der Bühne tummelten sich mehrere Spielmanns- und Fanfarenzüge. Obwohl man so die Hoheiten nur sehr im Hintergrund sah, bekam jede von uns Beifall. Vielleicht bekam die Königin der Texte am meisten Applaus, weil sie am weitesten angereist war.
Der Bürgermeister hatte so urige Filzschuhe an, dass ich bedauere, dass ich kein vernünftiges Foto davon hinbekommen habe.

Die Spielmannszüge spielten, als wir wieder auf unseren Plätzen saßen. Sie waren gut und sehr laut. Besonders die Fanfaren tönten mächtig. Besonders dieser Zug spielte sehr gut und bekam Zurufe von Fans aus dem Publikum "Landesmeister!!!" Ein wenig erinnerte ihr Schwung mich an das Chaos Orchester, das beim Königinnentag in Hamburg für Furore gesorgt hatte.

Mit einem Kleinbus der Feuerwehr wurden wir zum Stadtpark gefahren, wo eine Vernissage eröffnet wurde. Es war ein Projekt an Schulen durchgeführt worden, bei dem Schüler unter der Leitung eines bekannten Künstlers Graffity Bilder gestaltet haben. Einige der 69 Kunstwerke wurden im Stadtpark von Rastenberg ausgestellt und sollten vom Publikum und einer Jury bewertet werden. Der Sieger darf dann eine Fassade des Katastrophenschutzzentrums in Sömmerda gestalten. Die Vernissage war eine Auftaktveranstaltung für den Rastenberger Kulturherbst.

Eine ganze Menge Reden wurden gehalten vom Bürgermeister, vom Landrat Harald Henning, von einem Vertreter der Sparkassenstiftung, der einen Scheck überreichte und von weiteren Herrschaften.

Wir Hoheiten waren ein willkommener und gerngesehener Farbtupfer.
Zwei Rapper rappten sodann auf Deutsch, was gut ankam.
Dann kamen "U better take notes", eine Gruppe von Mädels, die Hiphop tanzten.
Es sah gut aus und hat gewiss viel Übung gekostet.

Von den Kunstwerken gefiel mir persönlich die Nummer 8 am besten.
Die ausgesägte Kirsche mit Wurm in Anspielung an das Logo von Apple mit dem angebissenen Apfel fand ich sehr originell. Ich schrieb daher 8 mit meinem riesigen Bleistift auf den Zettel, und die Dame, die ihn mir reichte, machte große Augen. Hat leider wieder niemand fotografiert.

Bei Franzi zu Hause hatten wir die Möglichkeit, uns bequemer oder mehr partymäßig anzuziehen. Ich hatte mein rotes Cocktailkleid an, weil rot perfekt zum Kirschfest passt.
Einige Zigaretten, Drinks und viele Gespräche später stiegen wir in die Autos und fuhren wieder den Berg hinauf. Je näher wir kamen, desto rarer wurden die Parklücken.

Bevor wir ins Festzelt gingen, besorgte Franzi etwas zu essen für uns. Ich nahm gebratene Champignons, die total lecker waren.

Im Festzelt spielte die Band "Middle of the Roads". Die Stimmung war gut, und die Songs waren mitreißend.

Die Fotos zeigen, wieviel Spaß wir hatten.

Wir hätten bis drei Uhr nachts durchfeiern können, aber das ließ unsere Kondition nicht zu.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.