7. Deutsche Meisterschaft der Ritterschaften

Eintrittskarte
 
Ein mittelalterliches Zeltdorf
Winsen (Aller): Allerwiesen |

Winsen – Da hat man seine Luhe, oder?

Das hatte ich bisher auch geglaubt. Aber es gibt auch das Winsen an der Aller, und ob man da seine Ruhe hat? Letztes Jahr hat die Aller den Ritterspielen ein vorzeitiges Ende gesetzt und alles überschwemmt. Dieses Jahr konnte dieses große mittelalterliche Event bei heißem Sonnenschein stattfinden.

Was war denn los – in Winsen an der Aller?

Am 24. und 25. Mai 2014 wurde dort die 7. Deutsche Meisterschaft der Ritterschaften ausgetragen.

Kein einfacher mittelalterlicher Markt

In Winsen war ein großes mittelalterliches Lager aufgeschlagen. Nicht nur Verkaufsstände; viele Zelte waren mit Teppichen oder Betten ausgestattet. Es gab viel mittelalterliches Volk. Man hatte nicht das Gefühl, einen originell ausgestatteten Markt zu betreten. Vielmehr war es als betrete man ein mittelalterliches Zeltdorf mit Handwerkern verschiedener Disziplinen, Gauklern, Musikern und eben Rittern.

Ritter? Gibt es die überhaupt noch?

Wer Märchen kennt, der hat auch von Rittern gehört, die irgendwann im Mittelalter in ihren Rüstungen Kriege ausfochten. Rüstungen sieht man noch in Museen. Aber auch heute gibt es noch Ritter. Ich habe z. B. Ritter Reiner Schierhorn aus Jaroslaw persönlich kennengelernt. Er tut sich hervor durch Feuershows. Auf Mittelaltermärkten, die z. B. im Öjendorfer Park stattfinden, findet man auch noch Ritter. Der historische Weihnachtsmarkt vor dem Bergedorfer Schloss hatte zwar keine Ritter zu bieten, wohl aber Rüstungsteile. Auch heute noch werden Ritterrüstungen hergestellt. Nicht etwa für den Krieg, aber für mittelalterliche Feste und die Ritter der heutigen Zeit.

Ritter der Neuzeit

Hoch zu Ross in ihren glänzenden Rüstungen bieten sie einen archaischen Anblick, den man sonst aus Geschichtsbüchern kennt. Aber diese Ritter der Neuzeit treffen sich zu Wettkämpfen, die im Vergleich zum Mittelalter harmlos erscheinen. Es geht zwar Mann gegen Mann (oder auch gegen Frau, denn Ritterinnen gibt es auch!!!), aber nicht Auge um Auge oder um Leben und Tod. Gekämpft wird um die Wette. Die Ziele sind Ritterhelme, Äpfel, Nachbildungen von Wildschweinen, Ringe oder ähnliche Ziele. Wer am meisten Punkte sammelt, hat gewonnen. Die Ritterschaft, die am meisten Punkte erringt, ist die Siegermannschaft.

Turnier

Das Turnier fand in einer dafür hergerichteten Arena statt. Auf Tribünen drängten sich Schaulustige, und die Sonne schien heiß. Sonnenbrand vorprogrammiert. Die Kettenhemden und Rüstungen von heute sind Hightech des Mittelalters. Folglich sind sie sauschwer. Und sauteuer. Kein Wunder, wenn sie vom Schweiß rosten und für solche Wettkämpfe besonders herausgeputzt werden.

Mühevolle Handarbeit

An einem Kettenhemd arbeitet ein heutiger Schmied durchaus noch ein halbes Jahr, weil eben alles in mühevoller Handarbeit mit viel Liebe zum Detail hergestellt wird. Ich bin froh, dass ich kein Kettenhemd tragen muss.

Ökologisches Karussell

Es wird so viel von Energiesparen und Ökologie geredet. Hier gab es ein ökologisches Karussell. Es wurde mit einer Kurbel angetrieben und war offenbar leichtgängig. Gewiss umweltfreundlich und emissionsfrei.

Königin der Texte

So manchem durfte ich vom TextLabor B erzählen und erklären, dass ich als Königin der Texte eine Kulturbotschafterin bin. Wie nicht anders zu erwarten, wird eine Königin wie ich von den Rittern auch ehrenvoll behandelt. Ich kann aber auch jedem anderen empfehlen, mal solch ein Event zu besuchen. Der historische Weihnachtsmarkt am Schloss macht einen ersten Geschmack darauf, wo aber so ein Zeltdorf und Ritterwettkämpfe stattfinden, da taucht man richtig in geschichtliche Zeiten ein. Eine schöne Abwechslung zum hektischen Alltag.

Liebe Grüße
Charlene, Eure Königin der Texte
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