Am Thüringer Meer

von l. nach r. Jutta von Kittlitz (Veronika Dubau), Thüringer Olitätenkönigin, 4. Thüringer Meerjungfrau Diana König und Königin der Texte Charlene Wolff aus Hamburg-Bergedorf
  Ziegenrück: Thüringer Meer | Als ich Geografie in der Schule gelernt habe, da hat man mir von Nord- und Ostsee erzählt, vom Mittelmeer… aber nie vom Thüringer Meer. Nun, auch vom Steinhuder Meer haben wir nichts gelernt. Auf der Landkarte ist da ein Landmassiv eingezeichnet und keine blaue Fläche. Und doch gibt es das Thüringer Meer.

So bezeichnet wird eine Zahl von Stauseen, zu denen in der Region die Saale seit 1932 aufgestaut wird. Bleiloch- und Hohenwarte-Stausee mit insgesamt 70 km Staulänge nennt man das Thüringer Meer, welches das größte zusammenhängende Stauseegebiet Europas ist. Und glauben Sie mir – es gibt dort sogar Meerjungfrauen!

Eingebettet in eine fantastische Landschaft liegt das Thüringer Meer. Eingeladen hatte Ziegenrück, ein idyllischer Ort an der Saaleschleife, wo auch das Promenadenfest stattfand.

Ziegenrück, der Name stammt aus dem Slawischen, ist ein Örtchen, das im schönen Thüringer Schiefergebirge liegt und auch viel von älteren Gästen mit Rollator bereist wird.

Bis die Eisenbahn stillgelegt wurde, war es ein Lieblingsziel Dampflok-Begeisterter. Ein malerisches Viadukt zeugt von alten Zeiten.

Zahlreiche Ziegen unterschiedlicher Art geben dem Namen Nachdruck. An der Promenade steht eine Bronzeskulptur, die auch bei Hoheiten beliebt ist.

Zum Promenaden- und Stauseefest gehört in Ziegenrückauch das Saaleleuchten.

Wenn es Nacht wird, werden auf der Saale Feuer entfacht (die dort verankert sind) und tauchen den Fluss in ein romantisches Licht.

Auf der Promenade entlang der Saale wird gefeiert. Stände bieten allerlei Dinge an, und es ist nicht nur so eine "Freßmeile" wie bei den Stadtfesten in Hamburg.
Der Karnevalsverein präsentierte eine richtig gute Band mit Live Musik und zwei Tanzgruppen, die sich ins Zeug legten.

Krönender Abschluss bei bester Stimmung war das Höhenfeuerwerk, das von der Waldinsel als Echo zurück klang und hoch über der Saale aufstieg.

Die Bergedorfer Königin Charlene Wolff war zwei Tage nach Ziegenrück eingeladen. Ein Dank geht an Herrn Marx für seine Unterstützung und den gelungenen Aufenthalt im Hotel am Schlossberg.

Ein Ausflug führte die Hoheiten zum Thüringer Meer, genau gesagt zum Hohenwarte-Stausee. Bei der Staumauer steht eine riesige Turbine; ein idealer Platz für ein Gruppenfoto.

Dann ging es mit dem Schiff hinaus aufs Thüringer Meer. Bei stahlendem Sonnenschein spiegelten sich malerisch Schiff und Landschaft im Wasser. Da muss man einfach gute Laune haben!

Vielen Dank auch der Schiffahrtsgesellschaft, die uns unterstützt und einen wunderschönen Tag bereitet hat!

Wer will angesichts dieser herrlichen Landschaft noch lange zögern? Eine Reise ist Thüringen allemal wert.

Ziegenrück liegt nun nicht direkt am Thüringer Meer. Früher gab es einen alten Eisbrecher, mit dem man von dort aus fahren konnte. Aber als er in die Jahre kam, war die Reparatur nicht mehr finanzierbar. So fährt man heute mit auf dem Landwege ca. eine halbe Stunde zum Bootsanleger am Staudamm.

Ziegenrück veranstaltete auch noch ein Entenrennen. 400 nummerierte Quietscheenten wurden verkauft. Von der freiwilligen Feuerwehr in die Saale gesetzt schwammen sie um die Wette bis zu dem Schlauch, der über den Fluss gespannt war. Die Besitzer der schnellsten Enten bekamen wertvolle Preise, z. B. ein Essen, Eintritt zur Karnevalseröffnung oder sogar eine Wochenendreise, die von Sponsoren gestiftet worden waren.

Ein standesgemäßes Auto wäre auch da gewesen. Schade, leider niemand, der es mir gesponsert hätte…

Einen schönen Artikel hat auch die Ostthüringer Zeitung veröffentlicht. Er findet sich hier.
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