Beim MDR in Erfurt, Thüringen

Erfurt, wir kommen
 
Beim MDR sind wir sofort von Besuchern umlagert
Erfurt: MDR Erfurt | Ehrlich gesagt, den

Tag der offenen Tür

hatte ich mir anders vorgestellt.

Wir fuhren einfach in unserem vollen Ornat zum MDR hin, stiegen aus und ließen uns von aller Welt ansprechen.

Lächeln und Autogramme

Lächeln und – nein, das Winken konnten wir uns sparen. Dafür mussten wir Autogramme geben, was die Stifte und Autogrammkarten-Häufchen hergaben. Es war ganz einfach.

Kaum angekommen wurden wir schon von Besuchern umlagert. Bis zu den Redakteuren drangen wir gar nicht vor. Aber alle wollten wissen, wer wir sind und Autogramme von uns. Auf eine solche Nachfrage waren meine Reste an Autogrammkarten gar nicht mehr eingerichtet.

Die sprechende Litfaßsäule

Die sprechende Litfaßsäule wollte auch Autogrammkarten haben, die wir der Puppe auch gerne in die Hand drückten.

Eine Bitte an mich

Eine Dame sprach mich an "Sie sind doch die Königin der Texte, sagen Sie, können Sie nicht dafür sorgen, dass die Leute, wenn sie eine Rede halten, nicht immer ÄH sagen? Das finde ich so schrecklich." Ich versicherte ihr, dass ich es ebenfalls nicht gut fände und mich dafür einsetze, dass solche Unarten, die mit unserer Sprache getrieben werden, aufhören. Vor einigen Jahren hat Hardy Krüger begonnen, im Fernsehen immer nach weil einen Hauptsatz zu sagen, bis es plötzlich alle Welt nachgemacht hat, obwohl das seinerzeit laut Duden nicht korrekt war.

ÄH

Sie meinte, ÄH wäre mit Bumbum Boris aufgekommen. Das ist auch das beste Beispiel, was mir dazu einfällt. Leider konnte ich der Dame nur zusichern, dass ich mich dafür einsetze, aber solange die Medien noch nicht mehr auf mich aufmerksam geworden sind, kann ich leider nicht mehr für ihr Anliegen tun. Es war ein sehr ernsthaftes und ehrliches Gespräch. Manch anderer hätte vielleicht gelacht. Ich fand es eine Ehre, dass man mir in meinem Amt so viel Einfluss unterstellte. Hiermit rufe ich alle auf, bei Reden mehr auf die Sprache zu achten und solche Füllwörter zu vermeiden. Dann hört man auch lieber zu.

Mein Vogel an der Leine

Dann sah ich die Frau mit dem Vogel an der Leine. Erst vor kurzem beim TextLabor-on-Tour hatte jemand einen Sketch gebracht, bei dem wir alle gelacht haben, dass er seinen Vogel an der Leine mit sich herumführt, und hier sah ich es wahrhaftig. Es war ein Papagei, und plötzlich kam es mir auch überhaupt nicht mehr komisch und lustig vor sondern als könnte es gar nicht anders sein. Das Foto musste ich unbedingt haben. Eine Autogrammkarte als Dankeschön gab es natürlich auch.

Großes Interesse

Für uns Hoheiten ist es eine Freude, wenn das Publikumsinteresse so groß ist und wir richtig umlagert werden. Nächstes Mal fahren wir früher hin und melden uns bei der Redaktion an. Vielleicht kommen wir dann sogar auf Sendung.

Die Gespräche, die sich ergeben, finde ich sehr interessant. Viele wollen auch gerne mit einer Königin oder Fee fotografiert werden, und das machen wir gerne mit. Schließlich sind wir in unserem Amt öffentliche Personen.



Ich liebe es, eine Königin zu sein!
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.