Großes Blütenfest in Rogätz 07.05.2016

Hoheiten vor dem Klutturm in Rogätz (Königin der Texte Charlene Wolff aus Hamburg-Bergedorf in Gold)
 
Der Kalimandscharo
Rogätz: Rogätz | Bereits zum 56. Mal fand in Rogätz das Blütenfest statt. Rogätz – das liegt in der Nähe von Magdeburg in einem Landstrich, den man die Börde nennt. Die Elbe verbindet Rogätz und Hamburg, nur ist sie in Rogätz noch deutlich schmaler.

Rogätz war einst ein bedeutendes Obstanbaugebiet, weshalb dort das Blütenfest eine so lange Tradition hat. Besonders durch den Kalibergbau hat sich das Bild der Landschaft verändert. Der Kalimandscharo, ein riesiger Abraumberg, ist die höchste Erhebung zwischen Elbe und Harz und weithin sichtbar. Auf dem Kalimandscharo sieht es aus wie auf einem anderen Planeten, wie ich vor zwei Jahren mit eigenen Augen erforschen durfte.

Rogätz feiert sein Blütenfest Anfang Mai. Die ganze Stadt schmückt sich mit Frühlingsgrün und putzt sich heraus. Es kommen viele Menschen, und dann wird drei Tage lang ausgiebig gefeiert. Der Fackelumzug am Freitag hat ebenso Tradition wie die Blütenkönigin und die Wappenfigur Justitia, die ein Jahr lang ihre Stadt repräsentieren. Es ist ein spannendes Ereignis, wenn die neuen Hoheiten in ihr Amt eingeführt werden, und dazu kommen ganz viele befreundete Königinnen, Prinzessinnen und andere Hoheiten von nah und fern angereist.

Die Apfelweinkönigin aus Frankfurt war ebenso dabei wie die Königin der Texte Charlene Wolff aus Hamburg-Bergedorf, die Thüringer Meerjungfrau oder die Kirschkönigin aus Glindow in Brandenburg, um nur ein paar wenige aufzuzählen. Dieses Jahr wohnten 21 Gasthoheiten den Feierlichkeiten bei. Das zeigt, dass Rogätz ein beliebter und weitaus bedeutenderer Ort ist, als seine Bekanntheit am Unterlauf der Elbe in Hamburg erahnen lässt.

In einem großen Umzug ziehen Hoheiten, Spielmannszüge, mit Zweigen geschmückte Wagen, Vereine und Sportler durch die Straßen, die von ungezählten Schaulustigen gesäumt werden. Bei herrlichem Frühlingswetter, blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein schlängelt sich der Umzug unter Jubel durch die historischen und teils mit Kopfsteinen gepflasterten Straßen. An einem Punkt wendet er und verläuft an sich selber entlang zurück, so dass man sehr gut auch die Gruppen sehen kann, die hinter einem kommen, wenn man im Umzug mitläuft.

Ein Wettbewerb der schönsten Straße wird veranstaltet, im Festzelt spielen abends Bands, zu denen Publikum aus der ganzen Umgebung kommt. Manchen Rogätzer Bürger hat es aus beruflichen Gründen nach Magdeburg verschlagen, aber das Blütenfest lässt er sich nicht entgehen.

Ein Wahrzeichen der Stadt ist der Kalimandscharo, über den ich oben schon geschrieben habe, ein anderes der Klutturm, ein Überbleibsel der Burg, die einstmals am Ufer der Elbe gestanden hat. In der Umgebung liegt das romantische Schloss Heinrichshorst.

Die Hoheiten waren eingeladen zum High Tea mit goldenen Tellern und Bestecken, mit Köstlichkeiten, die einem Schloss würdig sind, verwöhnt von den Besitzern Vionaund ihrem Mann, die als Künstler bekannt sind und dieses Schloss verzaubern.

In Schloss Heinrichshorst kann man übernachten, feiern, und Viona hat auch die fantastischen Kleider der Rogätzer Hoheiten genäht.

Nächstes Jahr findet das 57. Blütenfest statt. Sind Sie dabei?
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