Märchenhafte Lesung mit Charlene Wolff aus Hamburg-Bergedorf

Im Nussknackermuseum Neuhausen/Erzgebirge. Der 10,10m hohe Borso II
 
Neuhausen/Erzgebirge 14.08.2016 im Nussknackermuseum
Neuhausen/Erzgebirge: Nussknacker Museum | Das Nussknacker Museum Neuhausen hatte zur 9. königlichen Urlaubsmesse ins Erzgebirge eingeladen, und so kamen viele Gäste aus nah und fern, auch die Bergedorfer Königin der Texte Charlene Wolff.

Das Erzgebirge ist vielen lediglich bekannt als ein ferner Ort in der ehemaligen DDR, wo Kunstgewerbeartikel wie Weihnachtspyramiden herkommen. Es ist aber viel mehr als das. Das Erzgebirge ist ein Mittelgebirge an der Grenze nach Tschechien. Viele Städtchen und Dörfer liegen eingebettet in der idyllischen Hügellandschaft. Es gibt Burgen, Schlösser, Seen, viel Landschaft, in der man sich erholen, wandern und mit Glück im Winter Skilaufen kann, und es gibt vor allem eins: nette Menschen.

Neben den Menschen sind es die Nussknacker, die es Charlene Wolff angetan haben. 5.846 gibt es davon jetzt im ersten Nussknacker Museum Europas.

Am 14.08.2016 kamen viele europäische Hoheiten nach Neuhausen. Es wurde ein schönes Fest bei herrlichem Sommerwetter. Der Tag begann nach einem gemeinsamen Frühstück und dem Gottesdienst in der Kirche unter dem Motto "anders sein". Ein spannendes Thema, denn viele der Hoheiten dürfen als Königinnen oder Prinzessinnen einmal anders sein als im Alltag. Für Charlene Wolff kein Thema. Sie ist immer sie selber – ob als Hoheit oder sonst. Vielleicht ist diese Authentizität ein Grund für ihre Beliebtheit und ihren hohen Wiedererkennungswert.

Im Hof spielt jedes Jahr die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr für das zahlreiche Publikum. Das historische "Ferkeltaxi" (Schienenbus) verkehrt zu solchen Anlässen bis nach Chemnitz auf der ansonsten stillgelegten Bahnstrecke.

Aus Krummnussbaum in Österreich war eine Delegation um die Nussprinzessin und die Vize-Nussprinzessin angereist. Mit ihrem Humor hatten die Österreicher schon im Jahr zuvor für viele schöne Stunden gesorgt.

Das Besondere an diesem schönen Fleckchen Erde sind zweifellos die Nussknacker. Eine umwerfende Sammlung unterschiedlichster Modelle jeder erdenklichen Größe ist hier versammelt. Die Vielfalt ist unglaublich, und das war auch das, was Charlene Wolff so beeindruckt und zu ihrem Buch "Nussknacker Geschichten" inspiriert hat, das sie im Rahmen der Urlaubsmesse inmitten der Nussknacker vorgelesen hat. Das Interesse war groß.

Zum Nussknacker Museum Neuhausen im Erzgebirge gehört auch die alte Stuhlfabrik, in der sich nicht nur eine Sammlung von Stühlen befindet, sondern auch Handwerker die Handwerkskunst vorstellen und gerne zu einem Gespräch bereit sind. Es ist heute ein technisches Museum, das weit mehr bietet als einige alte Maschinen. Das Erzgebirge liegt in den "neuen Bundesländern", und so findet man hier auch Ausstellungsstücke aus der Zeit der DDR.

Zur Urlaubsmesse gehört seit Jahren untrennbar die Modenschau, die in diesem Jahr bei schönem Wetter draußen stattfinden konnte.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war sicher die Lesung von Nussknacker Geschichten im Museum umringt von Unmengen an Nussknackern. Die Bergedorfer Autorin Charlene Wolff hat sie eigens für diesen Anlass geschrieben. Sie handeln von Nussknackern, die ein neues Zuhause suchen, von Träumen und Streit. In den Geschichten erwachen die Nussknacker zum Leben und stehen vor Problemen, mit denen auch wir Menschen aus Fleisch und Blut uns herumschlagen müssen. Etwas Märchenhaftes in einer märchenhaften Umgebung.

Nicht nur hat die Journalistin und Autorin Charlene Wolff Nussknacker Geschichten geschrieben, nein sie hat auch eine Nussknackerin gebaut, die sie vor dem zahlreich versammelten Publikum dem Leiter des Museums Uwe Löschner überreichte.

Die meisten Besucher verzeichnet das Nussknacker Museum im Winter.

Wer hat nicht schon mal von dem Film "Nachts im Museum" gehört? Hier kann man es selber erleben, denn auf dem Gelände des Nussknacker Museums gibt es Ferienwohnungen, die man zu günstigen Preisen mieten kann.

Nachts werden die Nussknacker aber nicht lebendig – außer in Geschichten.

Oder vielleicht doch?
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